Theatergruppe sorgte für Arbeit für die Lachmuskeln

Theaterstück Grand Malheur: Als Martin Brändle (gespielt von Jakob Fink) eine zünftige Poolparty gefeiert hatte, stieß er auf die beiden Witwen Klara (links, Herta Orth) und Eva (Simone Pflüger). Foto: Neugebauer

Hundelshausen. Der Kulturverein Hundelshausen führte das Stück „Grand Malheur" gleich mehrfach auf - immer mit viel Applaus am Ende.

Grand Applaus für Grand Malheur: Mit Standing Ovation verabschiedeten die Zuschauer die Akteure der Theatergruppe des Kulturvereins Hundelshausen nach ihrem Auftritt im ausverkauften Saal der Gaststätte „Zum Goldenen Löwen“ in Hundelshausen.

In dem mit viel Leidenschaft und Witz vorgetragenen Theaterstück um die Wirrungen in einem Wellnesshotel glänzten die Akteure mit feinem Wortspiel, exzellenter Mimik und Gestik und regionalem Bezug.

So mussten auch schon mal die Almeröder herhalten, die mit Martin Brändle alias Jakob Fink in einer durchzechten Nacht bei einer Poolparty den kompletten Vorrat an Champagner, Gänseleberpastete und Kaviar verdrückten.

Überhaupt sorgte der Vater der neu eingestellten Controllerin Sabine Brändle für viel Verwirrung und Abwechslung im sonst so soliden Haus. So trat er zur Frühgymnastik im Badeanzug auf, gab sich als Marlon Brando oder vergnügte sich mit zwei gut betuchten Witwen auf dem Zimmer, so dass er nicht erklären konnte, warum er nach durchzechter Nacht plötzlich in deren Frauenkleidern steckte.

Auch die Witwen Eva (Simone Pflüger) und Klara (Herta Orth) glänzten in sächsischem Dialekt und „Hungelshüsser Platt“, wobei sich Klara von der sparsamen Witwe zur Lebedame entwickelte.

Ließ sie sich anfangs noch den gebrauchten Teebeutel in Zeitungspapier für den zweiten Aufguss einwickeln, war sie später sehr vom Nachtclub angetan, wo ihr die Männer die Scheinchen nur so in den Ausschnitt steckten. „Bei dem Stundenlohn geh ich da jetzt öfter hin“, so ihr Kommentar, der den Saal, auch angesichts ihres Alters, johlen ließ.

Aber auch der schwule Friseur und Beauty-Experte Jean-Pierre (Michael Frank) überzeugte mit seinen gestenreichen Auftritten und ließ sich einiges einfallen, um einen Termin bei seinem Auserwählten, dem Hotelmasseur Georg, zu bekommen. Die Verwirrung komplettierte die resolute und schlagfertige Putzfrau Elli (Marion Brübach) die sich nachts in die charmante Lilly verwandelte, um sich an den gut betuchten Richard Schneidermann (Andreas Brübach) ranzumachen und der auf Pausen bedachte Hausmeister Hans (Fred Möller). Jean Pierre machte sich mit seinem Masseur nach Südfrankreich, die Putzfrau bekam ihre gute Party und Controllerin Sabine Brändle und Klaras Sohn Thomas übernahmen das neue Wellnesshotel.

Grand Malheur - ein kurzweiliges und unterhaltsames Theaterstück, in dem die Lachmuskeln Höchstleistung vollbringen mussten. (znb)

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