Trauer um Terroropfer auch bei Gedenkveranstaltung in Witzenhausen

In Stille gedenken: Pfarrer Hans-Jürgen Wenner (von links), Bürgermeisterin Angela Fischer, Dekanin Ulrike Laakmann und Landrat Stefan Reuß legen Kränze auf dem Friedhof nieder. Foto: Scheunert

Witzenhausen. Der Terroranschlag am Freitagabend in Paris prägte die zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag auf dem Friedhof in Witzenhausen. Alle Redner sprachen mit emotionalen Worten diese furchtbare Tat an.

„In dieser Zeit ist es sehr wichtig zueinander zu stehen“, sagte Bürgermeisterin Angela Fischer tief berührt. Auch Landrat Stefan Reuß, der auch Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) ist, äußerte sich zum Anschlag in Frankreichs Hauptstadt: „Wir alle müssen gemeinsam wachsam sein, um den Frieden zu erhalten“. Dieser Frieden sei „ein zartes Pflänzchen“, das gepflegt werden müsse, fuhr Reuß fort. Auch 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges müsse der nachwachsenden Generation die Bedeutung dieses Tages aufgezeigt werden, unterstrich er.

In seiner Gedenkrede appellierte der katholische Pfarrer Hans-Jürgen Wenner: „Nach dem feigen und verabscheuungswürdigen Anschlag in Paris müssen wir uns alle dem Terror stellen und Solidarität zeigen“. Auch der Zweite Weltkrieg sei eine große Katastrophe gewesen, es dürfe niemals wieder einen solchen furchtbaren Krieg geben. Es sei „wichtig, sich gegen Diktaturen jeglicher Art zu wehren,“ betonte Wenner.

Dekanin Ulrike Laakmann vom Kirchenkreis Witzenhausen gedachte in ihrem Gebet der gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege und ebenso der Opfer und Angehörigen des terroristischen Anschlags von Paris. Gemeinsam mit allen Besuchern sprach sie das Vaterunser.

Jugendliche legten Rosen auf den Kriegsgräbern nieder. Dann wurden Kränze für die Toten der beiden Weltkriege niedergelegt.

Die Veranstaltung wurde umrahmt mit Beiträgen der Liedertafel Witzenhausen und dem evangelischen Posaunenchor Witzenhausen.

Anschließend ging ein Teil der Besucher zum jüdischen Friedhof hinter der Gelster. Dort gedachte man der Opfer von Krieg und Gewalt. Einem alten jüdischen Brauch folgend legten die Besucher einen Stein auf den Gedenkstein oder auf ein Grab. (zps)

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