Trotz Warnstreiks: In der Region funktionierte fast alles wie immer

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War zurecht zuversichtlich: Janina Herrmann fuhr um 11.20 Uhr mit einem pünktlichen Cantus vom Nordbahnhof Witzenhausen nach Göttingen.

Witzenhausen / Hessisch Lichtenau. Vielerorts in Nordhessen legten Angestellte des Öffentlichen Diensts am Dienstag ihre Arbeit nieder. Viele Bahnen und Züge fuhren nicht. 

In Witzenhausen und Hessisch Lichtenau aber war davon wenig zu spüren:

Am Bahnhof Witzenhausen Nord scheint an diesem Streik-Tag alles wie immer. Der Parkplatz, auf dem die Pendler ihre Autos abstellen, ist bis auf den letzten Platz gefüllt – auf dem Bahnsteig 1 warten einige wenige auf die RB8, den Cantus, der um 11:20 in Richtung Göttingen fährt. Kommt er? Oder kommt er nicht?

Janina Herrmann aus Göttingen hat von einem Streik nichts gehört. Am Morgen noch sei sie ohne Probleme nach Witzenhausen gekommen, wo sie Ökologische Landwirtschaft studiert. „Ich bin noch zuversichtlich“, sagt die 28-Jährige – und die Minuten vergehen. Das große Warten. Doch dann, um 11:19, rollt endlich und pünktlich und mit fast leeren Abteilen der Cantus ein. Alles wie immer also, an diesem Streik-Tag in Witzenhausen.

Nichts los: Keine Straßenbahn, aber auch keine wartenden Fahrgäste, so präsentierte sich die Tram-Haltestelle am Bürgerhaus Hessisch Lichtenau am Dienstag kurz vor 10 Uhr. 

In Hessisch Lichtenau sind die Straßenbahnhaltestellen am Vormittag fast leer. Nur ein paar Jugendliche haben die Wartehäuschen als Treffpunkt genutzt und plaudern. Auf den Anzeigetafeln läuft in Dauerschleife der Hinweis, dass sowohl einige Buslinien als auch die Straßenbahnlinie für den kompletten Tag ausfallen.

Im Klinikum Werra-Meißner in Witzenhausen und Eschwege hat der Streik keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb, berichtet Verwaltungsleiter Michael Rimbach. „Ich habe bislang keine Kenntnis darüber, dass Arbeitsabläufe gestört sind.“ Bereits im Vorfeld wurde das Klinikum durch den Betriebsrat über den Streik informiert und hat sich um zusätzliches Personal gekümmert. Auch in der Kreisverwaltung läuft alles wie immer, es gibt keine Behinderungen in den Arbeitsabläufen, so Kreissprecher Jörg Klinge.

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