Wagen diente die letzten Jahren bei einer Feuerwehr in Schleswig

Uganda-Team bereitet Feuerwehrfahrzeug für Verschiffung nach Kayunga vor

Ein Feuerwehrfahrzeug für Kayunga: Der langjährige Vorsitzende des Uganda-Teams, Dirk Junker (von links), Yvonne Apel, Hans-Heinz Staude, die Vorsitzende Isabella Junker, Horst Naahs und Martin Rühling legen Hand an, um das Gefährt für seinen Einsatz in Kayunga vorzubereiten. Foto: Neugebauer

Witzenhausen. Mitte bis Ende April ist es soweit. Dann soll das „neue", mit einem 2600-Liter-Tank ausgerüstete Feuerwehrfahrzeug nach Kenia verschifft und ins etwa 1100 Kilometer entfernte Kayunga in Uganda überführt werden.

„Die letzten Absprachen mit der Spedition, die das Fahrzeug im Verschiffungshafen übernimmt, werden gerade getroffen“, berichtete der langjährige Vorsitzende des Uganda-Teams Witzenhausen Dirk Junker.

Aber auch am Fahrzeug selbst muss noch das ein oder andere repariert und hergerichtet werden. So sollen am Fahrzeug mit Baujahr 1989 noch Staufächer für ein Stromaggregat umgebaut, Undichtigkeiten am Fahrzeug beseitigt und Teile der Türmechanik wieder in Gang gebracht werden.

„Das Fahrzeug hat aufgrund seiner langen Dienstzeit einige Verschleißspuren“, sagte der langjährige Stadtbrandinspektor Hans-Heinz Staude, der sich am Umbau des Fahrzeugs beteiligte. Es hatte viele Jahre seinen Dienst bei einer Werksfeuerwehr in Salzgitter geleistet und war in den letzten Jahren bei einer Feuerwehr in Schleswig im Einsatz.

Für fünf Mann ausgelegt

Das Fahrzeug, das für eine Fünf-Mann-Besatzung ausgelegt ist, wurde nach den Bedürfnissen der Partnerstadt angeschafft und ausgerüstet. Es soll mit Saug- und Druckschläuchen, den wasserführenden Armaturen, Rettungs- und Löschmittel, Absicherungs-, Sanitäts- und Beleuchtungsmaterial sowie einer tragbaren Wasserpumpe ausgestattet werden.

Staude bittet sowohl bei den Einsatzwehren als auch bei Privatleuten um Geld- und Sachspenden, damit das Fahrzeug wie geplant ausgestattet werden kann. „Ein alter, aber noch dichter Schlauch ist besser als gar kein Schlauch“, so Staude. Das Kooperationsprojekt des Uganda-Teams mit der Stadt Witzenhausen hat einen Umfang von 50.000 Euro. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert. „Aber auch von den restlichen zehn Prozent fehlt noch etwa die Hälfte“, so Staude.

Neben dem auf die Bedürfnisse ausgestatteten Feuerwehrauto reisen fünf Brandschützer aus mehreren Wehren im Sommer für zwei Wochen nach Kayunga, um die Polizeibeamten im Umgang mit dem Fahrzeug, mit verschiedenen Feuerwehrtechniken und dem Rettungsgerät auszubilden. In Kayunga werden extra 15 neue Stellen bei der Polizei geschaffen, die in drei Schichten die Feuerwehrarbeit übernehmen sollen.

„Wir werden unsere Ausbildung sehr flexibel gestalten und auf die speziellen Bedürfnisse in Kayunga eingehen“, sagte Staude. Auch eine Erstausstattung von Feuerwehr-Schutzkleidung haben die Brandschützer für ihre neuen Kollegen im Gepäck. Derzeit rückt die Feuerwehr aus Kampala bei Bränden meist gar nicht aus. „Bis Kayunga braucht sie etwa 1,5 bis zwei Stunden, dann ist eh nichts mehr zu retten“, so Staude. 

Die Freiwilligen Feuerwehren können alte, nicht mehr benötigte oder nicht mehr auf dem Stand der Technik entsprechende Ausrüstungsgegenstände spenden. Eine Liste der noch benötigten Feuerwehr-Utensilien ist auf der Seite des Uganda-Teams abrufbar. Privatleute könnten beispielsweise Werkzeuge, Schaufeln, Rettungsleinen, Brechwerkzeuge, Sägen oder andere nützliche Utensilien zur Rettung beisteuern. Auch Geldspenden sind willkommen. 

Kontakt: Hans-Heinz Staude, Tel. 0172/658 38 89, oder Dirk Junker, Tel. 0151/16 06 01 71.

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