Drei Minuten für die Umwelt

Mitglieder von Extinction Rebellion hielten für ihre Botschaft Autos an

Während ein Teil ihrer Mitstreiter die Straße blockierte, sprach Hannah Grund-Magomu gezielt die Autofahrer an und informierte sie über das Anliegen von Extinction Rebellion. Foto: Wiebke Huck

Mitglieder der Extinction Rebellion Ortsgruppe aus Witzenhausen demonstrierten friedlich, mit Flyern, Gesang und Keksen in der Witzenhäuser Innenstadt. 

„Globale Erwärmung darf uns nicht kalt lassen“, stand auf einem der Schilder der Demonstranten, die am Freitag auf der Walburger Straße in Witzenhausen den Verkehr lahmlegten. Die Witzenhäuser Ortsgruppe Extinction Rebellion (XR) machte mit Gesängen und dreiminütigen Straßenblockaden auf sich aufmerksam.

Yvonne Kunze sah die Unterbrechung, wie die meisten Autofahrer, entspannt: „Ich finde es gut, wenn Menschen eine Meinung haben und für das, woran sie glauben, aufstehen“, sagt sie. Drei Minuten könne man durchaus erübrigen, um den Demonstranten zuzuhören, so Kunze weiter. Hannah Grund-Magomu von XR erklärte ihr, worum es den Demonstranten am Freitagmittag ging: Um Klima- und Umweltschutz und den „Erhalt der Erde, auf der wir alle leben“, so die Aktivistin.

Sechs Beamte von der Witzenhäuser Polizei gewährleisteten die Sicherheit von Demonstranten und Verkehrsteilnehmern. Alle 15 Minuten stoppten die XR-Mitglieder den Verkehr an der Ampel am Rathaus.

Polizei lobt kooperative Demonstranten 

„Die Demonstranten sind sehr kooperativ“, lobte Einsatzleiter Bernd Gayk die gute Zusammenarbeit. Auch auf die Linienbusse nahmen die Aktivisten Rücksicht. 100 Flyer mit dem Titel „Handeln statt Hoffen“ und einer kurzen Erklärung, um was es der Gruppe geht, verteilten sie an Autofahrer und Passanten. Dazu gab es für jeden einen Keks, als Entschädigung für die Wartezeit. Außerdem luden sie zum wöchentlichen Treffen der Ortsgruppe im Witzenhäuser Rathauskeller ein, immer donnerstags ab 18 Uhr. „Jeder ist willkommen“, betonte Marco Rostermund und Luisa Metzner ergänzte: „Wir sind eine bunte Gruppe, nicht nur Studenten, sondern Menschen jedes Alters machen bei uns mit.“

Von den Holocaust relativierenden Aussagen des britischen Mitbegründers von Extinction Rebellion, Roger Hallam, distanzieren sich die Mitglieder der Witzenhäuser Ortsgruppe: „Wir stellen uns gegen jede Form der Diskriminierung und Verharmlosung geschichtlicher Ereignisse“, so Aktivist Jan Estors.

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