Tag der Nachhaltigkeit

Umweltdetektive auf Tour: Grundschüler verarbeiteten Fallobst zu Apfelgelee

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Kochten Apfelgelee aus Fallobst: Die Schüler der Ernst-Reuter-Schule sorgten so dafür, dass viele Äpfel sinnvoll Verwendung fanden.

Gertenbach/Neu Eichenberg. Umweltdetektive nahmen am Donnerstag in Gertenbach Spuren auf.

Die Kinder der jahrgangsübergreifenden Eingangsklasse „Linde“ machten sich mit Eimern und Gummihandschuhen rund um das Schulgelände, am Friedhof und an der Bushaltestelle auf die Suche nach achtlos weggeworfenem Müll. 

Und sie wurden fündig: 30 Minuten waren die Mädchen und Jungen unterwegs und kamen mit drei bis zum Rand gefüllten Eimern zurück. Leere Trinkpäckchen, Süßigkeitenverpackungen und zusammengeknüllte Zigarettenschachteln lagen auf Bürgersteigen und am Straßenrand.

„Das macht man nicht“, sind sich die Kinder der Lindenhofschule einig – Abfall gehört in die Mülltonne. Nicht in irgendeine, sondern ordentlich getrennt, nach Plastik, Papier, Bio-Müll, Glas und Restmüll.

Als Umweltdetektive betätigten sich die Kinder der Lindenhofschule in Gertenbach. Insgesamt sammelten sie drei volle Eimer mit Müll und entsorgten ihn fachgerecht. 

Am fünften Hessischen Tag der Nachhaltigkeit drehte sich an der Grundschule in Gertenbach alles ums Thema Müll. Es ging um Abfalltrennung, aber noch viel wichtiger auch um das Vermeiden von Müll. Während die Schüler von Christiane Gück Müll sammelten und ordentlich in den dafür vorgesehenen Tonnen entsorgten, überlegten sich die Schüler von Petra Heinemann, wie erst gar nicht so viel Müll entsteht.

Mehrweg statt Einweg heißt für sie die beste Lösung. Beim Schulfest wird bereits auf Pappteller und Plastikbesteck verzichtet, Wasser wird aus Mehrwegflaschen getrunken und Seiten im Schreibheft nicht halb leer gelassen. 

Die Kinder an der Lindenhofschule lernen früh, dass sie selbst ganz viel für eine bessere Welt tun können und Verantwortung tragen, für sich und ihre Umwelt. Am Tag der Nachhaltigkeit rückte dies noch einmal in den Mittelpunkt, gelebt wird Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in der Schule aber jeden Tag.

Ernst-Reuter-Schule verarbeitete Fallobst zu Apfelgelee

Genauso handhabt es die Ernst-Reuter-Schule in Neu-Eichenberg. Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit stehen täglich auf dem Lehrplan der engagierten Eine-Welt-Schule. Aus Fallobst, das viel zu oft umkommt, hat Schulleiterin Michaela Rabe zusammen mit 91 Kindern in der vergangenen Woche Apfelgelee gekocht. An einem einzigen Tag wäre das nicht möglich gewesen, darum wurde eine ganze Apfelgelee-Woche daraus.

Die Schüler haben auf dem Schulweg, bei Nachbarn, im eigenen Garten und auf dem Grundstück der Schule Äpfel gesammelt, insgesamt entstanden daraus über 100 Gläser feinster Apfelgelee. Kiloweise haben die Kinder die Äpfel klein geschnitten, dabei schadhafte Stellen entfernt und sie gewaschen. Im Heißentsafter wurde dann daraus leckerer Saft, der die Grundlage für den nachhaltigen Apfelgelee bildete.

Am Ende hatten nicht nur alle Kinder dabei geholfen, den leckeren Brotaufstrich herzustellen, sondern jeder durfte ein Glas mit nach Hause nehmen. „Uns war es wichtig, den Kindern zu zeigen, dass auch die Äpfel, die vom Baum gefallen sind, noch zu etwas gut sind und nicht weggeschmissen werden müssen“, so Michaela Rabe. Und selbst gemachter Gelee schmeckt außerdem viel besser als gekaufter, darin waren sich die Kinder einig.

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