Unterrieden: Regen halbiert Besucherzahl

ADAC Hessen-Thüringen und MSC Werratal trainieren Pedelec-Anfänger in Unterrieden

Nimmt am Pedelec-Training teil: Bruno Stark übt im Parcours in Unterrieden, wie E-Bikes sicher gefahren werden.
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Nimmt am Pedelec-Training teil: Bruno Stark übt im Parcours in Unterrieden, wie E-Bikes sicher gefahren werden.

Das Pedelec-Training in Unterrieden sollte mit 16 Teilnehmern stattfinden, doch die Hälfte hat wegen des Regens abgesagt. Laut Cornelius Blanke vom ADAC ist das eine vernünftig.

Unterrieden – Der Regen hat die Teilnehmerzahl des Pedelec-Trainings auf dem Gelände der Absatzgenossenschaft Unterrieden (Agu) mit anschließender Tour durchs Werratal halbiert. 8 von 16 Teilnehmer der Aktion vom ADAC Hessen-Thüringen und dem Motorsportclub (MSC) Werratal haben kurzfristig wegen des Wetters abgesagt. „Das ist auch vernünftig“, sagt Cornelius Blanke vom ADAC. „Wer unsicher ist, sollte bei Nässe besonders vorsichtig sein.“

Denn die Zahl der Unfälle von Pedelecs ist gestiegen. „Im vergangenen Jahr hat es deutlich mehr Unfälle mit diesen E-Bikes gegeben“, sagt Thilo Vaupel, Vorsitzender des MSC Werratal. Das liege auch daran, dass seitdem knapp zwei Millionen Pedelecs zusätzlich auf deutschen Straßen unterwegs seien. Insgesamt gäbe es nun etwa sieben Millionen in Deutschland. „Auffällig ist, dass 15 Prozent der Unfälle ohne andere Verkehrsteilnehmer passieren“, sagt er.

„Viele unterschätzen die Geschwindigkeit, besonders wenn sie gerade erst auf ein Pedelec umgestiegen sind.“ Dazu gehöre auch, dass die Radfahrer, den Radius zu klein einschätzten, den sie für Kurven und Abbiegungen benötigten. „Wegen der höheren Durchschnittsgeschwindigkeit sind auch die Bremsen stärker, als bei Fahrrädern“, sagt Blanke. Daran müssten sich Anfänger erst gewöhnen.

Denn wenn der Elektromotor läuft, verstärke er die Kraft des Fahrers je nach Modus, zum Beispiel Eco, Tour und Sport, um 100 bis 150 Prozent. „Radfahrer können so die Unterstützung daran anpassen, ob sie gemütlich fahren oder ins Schwitzen kommen wollen“, sagt Vaupel. Zudem ermögliche es Vorerkrankten, trotz Einschränkungen sportlich aktiv zu bleiben. Fährt der Radfahrer jedoch schneller als 25 Kilometer pro Stunde, schaltet der Motor ab und der Fahrer muss ohne Unterstützung in die Pedalen treten.

Wer ein solches Pedelec kaufen möchte, wird auch unter 2.000 Euro fündig. „Aber für ein gutes Modell sollten Radfahrer schon 2.500 bis 5.000 Euro ausgeben“, sagt Blanke.

Einer, der sich erst kürzlich ein Pedelec gekauft hat und am Training bei der Agu dabei war, ist Bruno Stark aus Kassel. „Ich habe das Pedelec neu und möchte es nun ausprobieren“, sagt er, nachdem er eine Runde durch den Parcours aus Pylonen gedreht hat. Schon vor dem Training hat er mit seinem neuen Rad einige Kilometer zurückgelegt.

„Vor allem wenn es bergauf geht, ist es ein ganz anderes Fahrgefühl, weil einem nicht die Puste ausgeht“, sagt er. Nach dem Training fährt er mit den anderen Teilnehmern von Unterrieden zur Burg Hanstein, zum Grenzmuseum Schifflersgrund und schließlich an der Werra zurück.

Das nächste kostenlose Pedelec-Training des ADAC Hessen-Thüringen mit anschließender Tour gibt es am Freitag, 6. August in Hofgeismar. (Von Fabian Becker)

Infos: zu.hna.de/pedelec0721

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