20 Helfer beteiligen sich

Unterwegs mit der Tafel in Witzenhausen

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Verteilt Gemüse und Obst an die Tafel: Yvonne Otto von „Ottos Dorfladen“ in Hundelshausen beteiligt sich gerne.

Witzenhausen. Die Tafel in Witzenhausen setzt sich seit mehr als zehn Jahren dafür ein, dass übrig gebliebenes Essen an Bedürftige gegeben wird. Wir waren mit den Helfern unterwegs.

Ausreichend Brot, Obst und Gemüse im Küchenschrank ist für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Gerade in Deutschland gehört das Wegwerfen von überschüssigen Lebensmitteln zum Alltag.

Um den Ausgleich zwischen Überfluss und Armut zu schaffen, beteiligen sich rund 20 fleißige Helfer bei der Tafel.

Neben dem Sortieren, Säubern, Kühlen und Ausgeben der Ware zählt auch das Abholen der Lebensmittel in den Supermärkten zu einer wichtigen Aufgabe. Mehrmals pro Woche macht sich Mohammed Khan mit dem Tafel-Sprinter auf den Weg und fährt die Lebensmittelhändler in Witzenhausen, Hundelshausen und Großalmerode ab.

Ein bekanntes Gesicht in den Supermärtken

„Mir macht meine Arbeit großen Spaß. Es fühlt sich gut an, ärmeren Menschen unter die Arme zu greifen“, beschreibt der 70-Jährige aus Pakistan, der seit mehr als 25 Jahren in Deutschland lebt. Kisten stapeln, Ware einladen und Lieferscheine ausfüllen - in den Supermärkten ist Khan längst ein willkommenes und bekanntes Gesicht.

Fährt regelmäßig zu den Lebensmittelläden: Mohammed Khan aus Pakistan kümmert sich schon seit vielen Jahren um die Abholung der Lebensmittel für die Tafel in Witzenhausen. Er möchte bedürftigen Menschen damit helfen.

„Vieles ist zum Wegwerfen viel zu schade. Das sind alles noch völlig einwandfreie Lebensmittel“, betont Yvonne Otto vom Dorfladen in Hundelshausen.

Auch Silvia Bernhardt, Marktleiterin des Netto-Marktes in Witzenhausen, ist begeistert vom Engagement der Tafel-Mitglieder: „Aufgrund einer defekten Kühlanlage mussten wir kürzlich alle Milchprodukte aus dem Sortiment nehmen. Wir waren froh, die völlig frischen Produkte noch an die Tafel verteilen zu können.“

Essen wird an zwei Tagen in der Woche verteilt

Essen, wo es hingehört - das ist das Motto der Helfer bei der Witzenhäuser Tafel. Ob Brot und Brötchen, verschiedene Sorten Obst und Gemüse oder Konserven - die Auswahl bei der Essensvergabe montags und donnerstags von 14 bis 15. 30 Uhr an der Ausgabestelle an der Oberen Mühlstraße ist immer sehr groß. „Manchmal ist das Auto schon nach der ersten Station bis oben hin voll“, erzählt Minijobber Mohammed Khan. „Häufig ist nur die Verpackung ein bisschen eingerissen, aber sonst ist an den Sachen nichts dran.“

Dienstagvormittags dreht der 70-Jährige seine große Runde zum Tegut, Aldi, Lidl, Herkules und Netto in Witzenhausen sowie zum Dorfladen in Hundelshausen und zum Netto in Großalmerode. Diese Fahrt dauert ungefähr zwei Stunden. Aber auch an den restlichen Wochentagen holt Khan regelmäßig Lebensmittel in Witzenhausen ab, damit das Sortiment stets frisch bleibt. Seine Arbeit erfüllt ihn an jedem Tag mit Freude: „ Ich helfe gerne, wo ich kann.“

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