Motorenteile-Firma hatte im Januar 2017 Insolvenz angemeldet

Arbeitsplätze gerettet: US-Autozulieferer JD Norman Industries übernimmt Rege

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Freuen sich über die Übernahme von Rege durch JD Norman Industries: Jörg Heus (Berater in der Insolvenz), Peter Brauer (kaufmännischer Geschäftsführer), Investor Justin D. Norman, Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß und Thomas Schulte.

Witzenhausen. Der Automobilzulieferer JD Norman Industries Inc. übernimmt das Geschäft der Rege Motorenteile GmbH - und sichert damit 250 Arbeitsplätze in Witzenhausen.

Dies teilte das Unternehmen bei einer Pressekonferenz mit dem künftigen Geschäftsführer Justin Norman in der Firmenzentrale in Hörselberg-Hainich (Wartburgkreis) am Dienstag mit. Rege hatte am 26. Januar 2017 Insolvenz angemeldet.

„JD Norman Industries verpflichtet sich zu 100 Prozent, alle drei Werke zum Erfolg zu führen“, teilte Justin D. Norman gleich zweimal über seine Dolmetscherin mit. Mit Norman habe man einen strategischen Investor gefunden, der mit dem Wirtschaftssektor befasst sei, freute sich Jörg Heus, der Rege während der Insolvenz als betriebswirtschaftlicher Berater unterstützt hatte. Bei der Suche nach einem Investor sei es nicht um Geld, sondern um Fachwissen und Kompetenz gegangen, bestätigte Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß.

Parallel habe es bis zu fünf Bieter gegeben, darunter mehrere deutsche und ein anglo-indisches Unternehmen, sagte Heus. Vor sechs Wochen habe man sich dann auf den Abschluss des Prozesses geeinigt und könne mit Justin D. Norman nun „eine schmucke Braut“ präsentieren. Während die anderen Bieter Personalanpassungen gefordert hatten und die Produktion verstärkt nach Rumänien verlagern wollten, werde es mit Norman weder Personalabbau noch Änderungen der Personalstruktur geben, versicherte Weiß – und das, obwohl man nicht hätte ausschließen können, dass die Löhne über dem Tarif liegen. „Norman gleicht das mit seinem Wissen aus.“ 

Der Vertrag sei unterschrieben und beglaubigt, jetzt gehe es bei Grundbuch- und Kartellamt nur noch um Formalitäten, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Peter Brauer, der mit einem Abschluss spätestens im Januar rechnet. Über den Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. 

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