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Seit 18 Jahren setzt sich der Bad Sooden-Allendorfer für seine Stadt ein

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Von: Christoph Cortis

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Freude über den Ehrenbrief: Landrätin Nicole Rathgeber, Uwe Friederich und Bürgermeister Frank Hix; dahinter in mittelalterlicher Kluft: Werner Voss (von links, als Stadtschreiber), Heribert Friese (Nachtwächter) und Rita Bremser (Salzträgerin).
Freude über den Ehrenbrief: Landrätin Nicole Rathgeber, Uwe Friederich und Bürgermeister Frank Hix; dahinter in mittelalterlicher Kluft: Werner Voss (von links, als Stadtschreiber), Heribert Friese (Nachtwächter) und Rita Bremser (Salzträgerin). © Chris Cortis

Er ist ein Hans Dampf in allen Gassen oder, wie es Bürgermeister Frank Hix ausdrückte, „ein Tausendsassa in der Badestadt“.

Bad Sooden-Allendorf – Der so hoch Gelobte heißt Uwe Friederich, ist 59 Jahre alt und seit Jahrzehnten im selbstlosen Einsatz für seine Heimatstadt. Dafür hat er am Dienstagabend aus den Händen von Landrätin Nicole Rathgeber den Ehrenbrief des Landes Hessen erhaltern.

Es war das erste Mal, dass die 39-jährige Juristin nach knapp zehn Monaten an der Spitze des Werra-Meißner-Kreises Urkunde und Ehrennadel überreichte. Die Auszeichnung habe sich Friederich auch redlich verdient, stellte Rathgeber mit herzlichen Dankesworten fest.

Der kleine Festakt fand in der Finsternis auf dem Gelände nahe dem Diebesturm statt. Dort startete unter Beteiligung zahlreicher Gäste die Stadtführung „Allendorf bei Nacht“, bei der Freiwillige in mittelalterlichen Gewändern auftreten und die Teilnehmer mit markanten Punkten in der Fachwerkstadt vertraut machen. Mit dabei natürlich auch Uwe Friederich, wie immer in der Gestalt des Fischers, und das schon seit 18 Jahren.

Seit 17 Jahren im Werra-Meißner-Kreis

Seit 17 Jahren ist er Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde und schlüpft immer wieder auch in die Rolle des Salzträgers, Symbolfigur des Sole-Heilbades. In dieser Funktion ist er auch hessenweit unterwegs, etwa beim Salzsieden wie zu alten Zeiten in Bad Salzschlirf oder Bad Dürkheim.

Tatkräftig half der 59-Jährige auch in den Jahren 2018 und 2019 bei Arbeitseinsätzen zum Erhalt des örtlichen Gradierwerkes, machte mit bei der Reinigung der Stadtmauer und ist sich seit 23 Jahren auch nicht zu schade, Müll einzusammeln, wenn die Lokale Agenda regelmäßig zum Frühjahrsputz ruft.

Friederichs Engagement zeuge von einer ausgeprägten Liebe zu seiner Heimatstadt, dankte ihm Bürgermeister Hix.

Der Stadt, die ihm so viel bedeute, wolle er auch etwas zurückgeben, erwiderte Friederich in aller Bescheidenheit.

(Christoph Cortis) 

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