Verein „LaLeSchu“ sucht Gebäude für Freie Schule in Witzenhausen

+
„Alte Schule“ ist keine Option mehr: In dem linken Fachwerkgebäude in der Ortsmitte von Werleshausen wollte der Verein „Land. Leben. Schule im Werratal“ die Freie Schule unterbringen. Das scheiterte, das Gebäude wurde an Privatleute verkauft. 

Witzenhausen. Der Verein „Land. Leben. Schule im Werratal" sucht weiterhin nach einem geeigneten Gebäude, in dem eine Freie Schule eingerichtet werden kann.

Das erklärt Geschäftsführerin Katharina Franke auf Anfrage. Das Gebäude soll möglichst in der Kernstadt von Witzenhausen stehen, weil die Freie Schule dann gut erreichbar wäre.

Nachdem es Anfang 2015 viele Debatten um die Schule gab, ist es jetzt ruhiger geworden. „Wir arbeiten aber weiter“, betont Franke. Derzeit versuche man, den Verein und seine Ziele bekannter zu machen - unter anderem mit der Fotoaktion „Wir sind Witzenhausen“ beim Weekend for Tolerance 2015. Zudem biete man Sprachkurse für Flüchtlingskinder an.

Dass ihr eigener Sohn (7) die Freie Schule in Witzenhausen besucht, von dem Gedanken hat sich Franke vorerst verabschiedet. Die Organisation dauert zu lange. Die Gründung einer Schule sei eine große Verantwortung, darauf wolle man sich gründlich vorbereiten, sagt Franke.

Zudem fehlen noch Mitglieder, die dabei helfen, die Schule in den ersten drei Jahren zu finanzieren. Erst dann trägt das Land die Kosten. Die GLS-Bank würde das Projekt unterstützen, sagt Franke, dazu müsste aber die öffentliche Unterstützung sichtbar sein. Die erhitzten Debatten mit den Gremien will sie hinter sich lassen. „Wir brauchen eine gute Zusammenarbeit auf Stadtebene, wenn alles gut laufen soll.“

Die Vereinsmitglieder sind überzeugt, dass es rund um Witzenhausen mit seiner alternativen Szene Interesse an einer Freien Schule gebe. Schon jetzt würden viele Eltern ihre Kinder auf die Montessori- und Waldorfschulen nach Göttingen und Eschwege schicken. „Ein alternatives Schulangebot könnte den ländlichen Raum stärken und junge Familien anziehen“, ist Franke überzeugt und betont, dass die Schule ein Zusatzangebot, aber keine Konkurrenz zu den bestehenden Schulen sein soll.

Ursprünglich wollte der Verein die „Alte Schule“ in Werleshausen kaufen - doch das scheiterte unter anderem, weil der Verein Parlament und Magistrat nicht überzeugen konnte, dass die Finanzierung der Schule dauerhaft finanzieren kann. Zudem erschien den Gremien das Gebäude ungeeignet für den modernen Schulbetrieb. Der Verein hatte 22.500 Euro für das Gebäude geboten, das bis zu einem Wasserschaden 2012 den Kindergarten beherbergte. Es trug erhebliche Schäden davon, das städtische Bauamt schätzt die Sanierungskosten auf 200.000 Euro. Mittlerweile hat die Stadt das Gebäude an ein junges Paar verkauft. 

www.laleschu.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.