Neue Verpackung umweltfreundlicher

Ende der Plastiktüte: Verein kämpft gegen Verschmutzung der Weltmeere

Bloß keine Plastiktüte: Lose Ware wie dieser Salat können im Bioladen des Vereins Schachtelhalm in einer passenden Papiertüte verpackt werden. Am liebsten ist es Mitarbeiterin Kerstin Behr (links) und Vorsitzender Anne-Marie Truniger aber, wenn die Kunden ihre Verpackungen und Transportmittel mitbringen. Foto: sff

Witzenhausen. Auf das Problem der Belastung der Weltmeere durch immer mehr Plastikmüll wird seit Jahren regelmäßig hingewiesen. Welche Problemlösung sich der Witzenhäuser Verein Schachtelhalm überlegt hat, lesen Sie hier.

Als dieses Anfang des Jahres wieder einmal in größerem Umfang in der Presse thematisiert wurde, wollte der Verein Schachtelhalm reagieren und aus seinem Naturkostladen an der Walburger Straße sämtliche Plastiktüten für lose Ware verbannen.

Nun sind sie durch Papiertüten ersetzt worden - in sechs Größen und ohne Sichtstreifen, da dieser aus Plastik ist. Auch Plastikflaschen wurden gänzlich verbannt.

Das Brot kam in dem Bioladen schon immer in die Papiertüte, nun auch Obst und Gemüse. Für Salatköpfe sei auf Wunsch des Vereins vom Verpackungslieferanten extra eine passende und nicht so schnell aufweichende Tüte entwickelt worden, berichtet Vorsitzende Anne-Marie Truniger. Die gute, alte Zeitung von gestern sei - wegen der Druckerschwärze - dafür nicht geeignet.

Eine weitere, angeblich umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Verpackung wurde wieder aus dem Sortiment genommen: der verrottende Plastikbeutel. Eine Kundin hatte, wie Schachtelhalm-Mitarbeiterin Birgit Üffing berichtet, einen Beutel probehalber vergraben. Nach einem Jahr hatte er sich nicht verändert.

Als sinnvolle Alternativen bietet der Laden seit eh und je Kartons und Kisten aus Pappe und Holz zum Transportieren an, auch können Baumwollbeutel gekauft werden.

Ansonsten werden die Kunden - gemäß dem Aufdruck auf der Salattüte: „Große Köpfe nehmen kein Plastik“ - angehalten, eigene Verpackungen mitzubringen, Glas beispielsweise für loses Sauerkraut. Alles mit dem Ziel, die Weltmeere mit weiterem Plastikmüll zu verschonen. (sff)

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