Verkehr sorgt für Probleme: Hessen Mobil stellt Pläne für Werrabrücke vor

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Viel Verkehr am Altstadt-Rand: Im Bereich „Hinter den Teichhöfen“/“Schützenstraße“ wird es derzeit oft eng, weil viele Lastwagen die Strecke als Umleitung ins Gelstertal nutzen.

Witzenhausen. Für alle, die sich für den Bau der zweiten Werrabrücke in Witzenhausen interessieren, könnte sich der Besuch der nächsten öffentlichen Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am Dienstag, 2. Juni, lohnen.

Dann stellen Vertreter von Hessen Mobil die aktuelle Vorplanung zum Ersatzneubau der Brücke vor. Beginn ist um 19 Uhr im Rathaussaal.

Seit der Bürgerversammlung im September hätte Hessen Mobil die vorhandenen Daten überprüft und neu bewertet, sagt Bürgermeisterin Angela Fischer auf Nachfrage. Daraus sei eine Vorzugsvariante entwickelt worden, deren Details nun vorgestellt werden sollen. „Die Stadt wird dann um eine Stellungnahme gebeten“, so Fischer.

Unterdessen steigt die Kritik am Umleitungsverkehr. Wegen der Sperrung der Straße nach Wendershausen müssen die Lastwagen, die von der B 27 ins Gelstertal wollen, über Gertenbach und Ermschwerd nach Witzenhausen fahren. Dort quälen sie sich über Ermschwerder Straße, Schützenstraße und die Straße Hinter den Teichhöfen.

„Seit der Sperrung der Straße nach Wendeshausen erleben wir in Witzenhausen „die Zukunft“ des LKW-Transitverkehrs vom Industriegebiet Gelstertal durch die Innenstadt Witzenhausen Richtung Autobahnen A 7 und A 38“, schreibt Ludger Beesten, Vorsitzender der Bürgerinitiative Sinnvolle Verkehrsplanung in einer Stellungnahme. „Diese Zukunft steht uns täglich bevor, wenn der Ersatz-Neubau der Werrabrücke in zwei oder drei Jahren kommt.“

Zwei Standorte im Gespräch 

Derzeit sind für den Neubau noch zwei mögliche Standorte im Spiel: Am Weidengraben oder an der Schlagd. Anders als Beesten sieht Fischer den Umleitungsverkehr nicht als Generalprobe für den Verkehrsfluss nach dem Bau der zweiten Brücke. „Wir können als Stadt den vollen Verkehr der Bundesstraße im Bereich Hinter den Teichhöfen und am Schwanenteich nicht dulden“, sagt sie. Darauf hätte die Stadt auch immer hingewiesen. Hier müsse eine andere Lösung gefunden werden.

Für die Bürgerinitiative ist diese Lösung einfach: Der Bau einer Werrabrücke in Höhe des Klärwerks bei Wendershausen, damit sich nicht täglich 500 Lastwagen durch die Kirschenstadt quälen und den Aufenthalt auf Witzenhäuser Straßen gefährlicher machen.

Neben dem Brückenneubau stehen im Bauausschuss auch die Nachnutzung der Grundstücke „Autohaus Bernhardt“ und „Leunig“ im Gewerbegebiet Nord, die Verkleinerung des Bebauungsgebietes „Auf dem Heiligenstock“ in Blickershausen sowie die Änderung des Bebauungsplans im Bereich „In der Erdfalle“ in Witzenhausen auf der Tagesordnung.

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