SPD versucht, Weg von Wendershausen durch Aue freizukriegen

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Die Idylle trügt: In Wendershausen gärt es, weil viele Einwohner des Dorfes gerne durch die Aue nach Witzenhausen fahren wollen. Die Stadt will den Wirtschaftsweg aber nicht freigeben, um die Rettungswege nicht zu gefährden. Jetzt werden nach HNA-Informationen im Ort offenbar Unterschriften für die Freigabe gesammelt.

Witzenhausen. Die SPD hat in der Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend abermals versucht, den Weg durch die Aue als Umleitung von Wendershausen nach Witzenhausen freizubekommen.

Seit 1. April wird die Landesstraße zwischen den beiden Orten saniert. Die Umleitung führt über die B 27 und B 80 (HNA berichtete). Bürgermeisterin Angela Fischer wies den Vorschlag zurück.

„Die Belastung und die Mehrkosten für Benzin für Wendershäuser ist immens. Zehn Kilometer Umweg pro Strecke, 20 pro Tag, 100 in der Woche. Und das, wo die Bauarbeiten ein halbes Jahr oder länger dauern sollen“, sagte SPD-Abgeordnete Birgit Kramer. Die Wendershäuserin meinte, man solle den landwirtschaftlichen Weg durch die Aue freigeben. „Mit einer Tempo 30-Beschränkung und Buchten könnte man für eine sichere Verkehrsführung sorgen“, fügte sie an.

Zudem könne man Plaketten für alle Wendershäuser anfertigen, damit der Weg nicht von anderen Autofahrern genutzt werde. „An einer Stelle spaltet sich der Weg, dort könnte man sogar Einbahnstraßen einrichten“, so Kramer. Zumindest werktags müsse sich doch eine Regelung finden lassen. „Der erste Bus fährt morgens um 7 Uhr von Wendershausen nach Witzenhausen. Um 14 Uhr kommt erst wieder einer zurück“, sagt Kramer. Das sei für ältere Menschen beim Einkaufen nicht akzeptabel.

„Ich weiß um die Belastung für alle Wendershäuser und habe volles Verständnis. Aber die Entscheidung ist kein politischer Wille. Ich würde es gern meinen Bürgern recht machen“, entgegnete Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU). Im Vorfeld sei die Lage mit allen Akteuren - auch zwei Mitgliedern des Wendershäuser Ortsbeirats - diskutiert worden. „Resultat war, dass die Straße nicht gefestigt genug ist. Zudem ist sie der Rettungsweg für Notärzte“, sagte Fischer. Schon jetzt gebe es Beschwerden von Spaziergängern und Radfahrern, weil viele Autos widerrechtlich in der Aue unterwegs seien. „Das kann dazu führen, dass vermehrt Polizeikontrollen durchgeführt werden.“

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