Landrat Stefan Reuß: „Volkstrauertag ist wichtiger denn je“

Werra-Meißner. Angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingsströme hat der Volkstrauertag an Bedeutung gewonnen, wie Landrat Stefan Reuß sagt.

Reuß ist gleichzeitig auch Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge im Werra-Meißner-Kreis.

„Dieser nationale Gedenktag ist wichtiger denn je. Dass wir uns für Frieden engagieren, hat natürlich aufgrund der Flüchtlingswelle eine hohe Aktualität.“

In diesem Jahr steht der nationale Gedenktag im Zeichen eines besonderen Jahrestages - das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren. 1945 befreiten die Alliierten Deutschland vom Nationalsozialismus. Überall in Deutschland und auch im Werra-Meißner-Kreis versammeln sich am Sonntag Menschen, um der Toten beider Weltkriege und der Opfer von Gewaltherrschaft, Vertreibung und Flucht zu gedenken.

Auch wenn die Generation, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt hat, immer kleiner wird und für manche der Gedenktag an Bedeutung verloren hat. Für Stefan Reuß hat er nichts an Aktualität eingebüßt. „Wir müssen vor allem den nachwachsenden Generationen die Bedeutung dieses Tages aufzeigen und auch, dass wir eine besondere Verantwortung haben. Außerdem müssen wir deutlich machen, dass wir immer wieder nach Frieden, Freiheit und Demokratie streben.“

So sieht es auch die Dekanin des Kirchenkreises Witzenhausen, Ulrike Laakmann. Der Volkstrauertag sei auch immer ein wichtiger Gedenktag für den Frieden. Und er sei eine Mahnung immer wieder nach Versöhnungswegen zu suchen. Damit verbunden sei auch der Blick auf heutige Konflikte und Kriege.

„Wir trauern an diesem Tag um die Opfer der Kriege von damals, der Kriege und Bürgerkriege von heute und gedenken natürlich auch derer, die durch Hass und Gewalt zu Flüchtlingen geworden sind“, betont Laakmann.

 

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