Demokratie für alle

Wa(h)lparty im Freibad Witzenhausen: Polit-Talk und Parcours für Jugendliche

+
Stellten sich den Fragen der Jugendlichen: (von links) Daniel Herz (Bürgermeister Witzenhausen), Elvan Polat (SPD), Felix Martin (Grüne), Moderator Julius Kessler, Finn Thomsen (Bürgermeister Großalmerode) und Kosta Panou (Kreisschülerrat). 

Witzenhausen. Jugendliche wollen mitbestimmen. Das wurde bei der Wa(h)lparty im Freibad in Witzenhausen am Freitag deutlich.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Partnerschaft für Demokratie sowie der Jugendförderung im Werra-Meißner-Kreis und der Johannisbergschule.

200 Schüler aus den achten bis zehnten Klassen machten mit bei der Wahlparty, durchliefen die vier Stationen des Demokratieparcours und bekamen Gelegenheit, beim Polit-Talk Fragen zu stellen und ihre Meinung zu sagen. „Wir wollen klassische Politik auflockern und jugendgerecht aufbereiten, um möglichst viele Jugendliche anzusprechen und ihr Interesse für das Thema zu wecken“, so Katharina Franke von der Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis. 

Beschäftigten sich mit der Hessischen Verfassung und gestalteten ein Plakat dazu: (von links) Anastasia, Talia, Miriam und Anastasia.

Gerade im Hinblick auf die Landtagswahl am 28. Oktober – mit Volksabstimmung zur Änderung der Hessischen Verfassung und der Juniorwahl – sei es besonders wichtig, Jugendlichen die Chance zu geben, sich zu informieren.

Vier Stationen widmeten sich am Freitag vier verschiedenen Themen. Jede Klasse wurde in vier Gruppen aufgeteilt, die jeweils eines dieser Themen bearbeiteten und in der kommenden Woche im Unterricht ihre Mitschüler darüber informieren werden.

  • Station 1: Die Kreisjugendförderung beschäftigte sich mit Demokratie. Die Schüler informierten sich über die Wahlprogramme der verschiedenen Parteien, erfuhren, wie eine Wahl abläuft und auch, was eigentlich die Juniorwahl ist, an der in diesem Jahr 258 hessische Schulen teilnehmen.
  • Station 2: Der Hessische Jugendring fing mit einem Barometer die Stimmung der Jugendlichen ein und sprach mit den Schülern über jugendpolitische Forderungen und welche Möglichkeiten Jugendliche haben, mitzubestimmen.
  • Station 3: Bei der Partnerschaft für Demokratie ging es um Kinder- und Jugendrecht. Im Paragrafendschungel suchten und fanden die Schüler Kinderrechte der Verfassung und sprachen darüber, warum Änderungen wichtig sind.
  • Station 4: Um die kommunale Jugendbeteiligung ging es an der Station der Jugendförderung Witzenhausen. Jugendpfleger Alexander Schöberl und Kai Zerweck machten hier auch noch einmal ordentlich Werbung für den Jugendrat, der noch in diesem Herbst neu gewählt werden soll. Sie sprachen mit den Jugendlichen darüber, welche Möglichkeiten es für sie gibt, in ihrer Stadt Mitspracherecht zu bekommen und überraschten viele damit, dass Jugendliche auf politischer Ebene sehr wohl mitbestimmen können.
Laura (15), Lilli (16) und Jeanette (15) versuchen, sich im Paragraphen-Dschungel zurechtzufinden.

„Ich habe heute viel gelernt“, so die 16-jährige Lilli aus der zehnten Klasse. „Vor allem wusste ich nicht, dass Jugendliche so viel Mitspracherecht haben“, wunderte sich die Schülerin, die sich mehr Informationsveranstaltungen wie die Wahlparty wünscht. Sie und ihre Freundinnen Laura und Jeanette sind dafür, dass Jugendliche bereits mit 16 Jahren wählen dürfen, denn sie wollen mitreden und sich einbringen.

Darum finden sie es auch besonders gut, dass es in Witzenhausen einen Jugendrat gibt, der es Jugendlichen möglich macht etwas zu verändern. Die nächste Wa(h)lparty findet am. 14. September im Freibad in Großalmerode statt.

Das macht der Jugendrat

Wer Interesse daran hat, das Geschehen in der Stadt Witzenhausen aktiv mitzugestalten, kann sich im Jugendrat engagieren, der erstmals 2008 gewählt wurde. Mitglied im Jugendrat werden kann jeder zwischen zwölf und 20 Jahren mit Wohnsitz in Witzenhausen oder einer der umliegenden Ortschaften. 

Maximal acht Jugendliche bilden den Jugendrat, der die Interessen der Witzenhäuser Jugend vertritt, Ansprechpartner für Jugendliche ist und von der Stadt zurate gezogen wird. Dem Jugendrat steht das Jugendhaus als Treffpunkt zur Verfügung, unterstützt werden die Jugendlichen von den Jugendpflegern Alexander Schöberl und Kai Zerweck. 

Bewerbungen sind bis zum Tag der Wahl möglich, die im Herbst stattfinden soll. Ein genaues Datum gibt es noch nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.