Für Waldbrände gerüstet: Feuerwehr hat ein neues Tanklöschfahrzeug

Schlüsselübergabe: Stadtbrandinspektor Björn Wiebers (von links), Erster Stadtrat Thomas Kiedos und Wehrführer Claus Demandt vor dem neuen Tanklöschfahrzeug. Foto: Schröter

Witzenhausen. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Witzenhausen hat ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF). Am Donnerstag wurde das 275 000 Euro teure Gefährt übergeben.

Das neue TLF 4000 ersetzt ein 25 Jahre altes, kleineres TLF 16 und zeichnet sich vor allem durch seinen 5000-Liter-Löschwassertank aus. „Die brauchen wir, um im Notfall bei Wald- und Flächenbränden gerüstet zu sein“, sagte Wehrführer Claus Demandt und sprach von einem „guten Tag für die Bürger der Stadt Witzenhausen“. Neben der großen Menge Löschwasser kann das neue Fahrzeug auch 500 Liter Schaum mitführen.

Wie bei den drei anderen TLF der Witzenhäuser Wehr handelt es sich um einen Mercedes Atego 1629-Aufbau mit Allradantrieb und Zwillingsbereifung und einem Gewicht von 16 Tonnen. Der Motor leistet 285 PS und an Bord sind neben einem Wasserwerfer eine zusätzliche Waldbrandausstattung wie Kettensäge, ein 5000 Liter fassender Faltbehälter, Löschrucksäcke und eine Umfeldbeleuchtung. An den Anschaffungskosten von 275 000 Euro beteiligten sich das Land Hessen mit 97 500 Euro und der Werra-Meißner-Kreis mit 19 500 Euro, sodass die Stadt Witzenhausen selbst 158 000 Euro aufbringen musste.

„Die Feuerwehr gehört wie die Kirche ins Dorf, ist ein fester Bestandteil der Gemeinschaft und muss nicht zuletzt deshalb gut ausgerüstet sein“, betonte Erster Stadtrat Thomas Kiedos, der die urlaubende Bürgermeisterin Angela Fischer vertrat. Schließlich gehe es um die Sicherstellung des Brand- und Katastrophenschutzes. „Und die Stadt Witzenhausen wird auch in Zukunft alles daran setzen, die Versorgung ihrer Feuerwehr sicherzustellen“, versprach Kiedos.

„Die vielen Groß- und Flächenbrände der vergangenen Jahre in Deutschland haben die Notwendigkeit der Anschaffung eines neuen Fahrzeuges zusätzlich unterstrichen“, betonte Wehrführer Demandt und bedankte sich bei den städtischen Gremien für deren Beschluss.

„Was Waldbrände angeht, haben wir in Witzenhausen bislang Glück gehabt“, sagte Stadtbrandinspektor Wiebers. Das müsse aber nicht immer so bleiben. Genau deshalb verfüge das neue TLF über den größtmöglichen Wassertank, weshalb jedoch auf einen Teil der feuerwehrtechnischen Ausstattung verzichtet werden musste.

„Fest steht, dass die Schlagkraft unserer Wehr mit dem neuen Fahrzeug auf viele Jahre sichergestellt sein wird“, meinte Claus Demandt. (per)

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