Hohe Waldbrandgefahr: Wehren warnen vor fahrlässigem Umgang mit Feuer

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Sommervergnügen mit Tücken: Wer derzeit in Wald und Flur mit Feuer hantiert – etwa beim Rauchen oder Grillen – bringt sich und andere leicht in Gefahr.

Witzenhausen. Während der regenarmen und sehr heißen Tage steigt die Gefahr von Flächen- und Waldbränden enorm an. Derzeit warnt der Deutsche Wetterdienst für den Werra-Meißner-Kreis noch bis einschließlich Sonntag vor einer hohen Gefahr.

Es gilt die zweithöchsten Gefährdungsstufe im Waldbrandindex. Daher appellieren die Feuerwehren an alle, umsichtig in der Natur zu handeln. Die wichtigsten Tipps:

Was bedeutet die Warnung des Wetterdienstes? 

„Aktuell ist offenes Feuer oder das Rauchen im Wald verboten“, sagt Jens Ehrhardt, Pressesprecher der Feuerwehr Witzenhausen. Auch im eigenen Garten sollte man kein Feuer entfachen. Die Ursachen für den Ausbruch eines Feuers können klein sein, so der Feuerwehrmann. „Eine unachtsam fort geworfene Zigarette oder Glasflasche können dazu führen, dass sich der trockene Untergrund entzündet.“

Warum warnen Experten im Sommer davor, das Auto auf Grasstreifen abzustellen? 

!Der Katalysator an der Unterseite des Autos kann sich während der Fahrt stark erhitzen, so Ehrhardt. „Trockene Wiesen oder Waldboden können durch diese Hitzequelle in Brand geraten.“

Ich habe ein Feuer im Wald entdeckt - was nun? 

Man sollte sofort über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren, dabei ist besonders bei abgelegenen Einsatzstellen in Wald und Flur eine genaue Ortsangabe wichtig. „Hilfreich können hier die an den Wanderwegen aufgestellten Rettungspunkte sein“, rät Ehrhardt. Die grünen Schilder stehen an Einfahrten zum Wald gut sichtbar am Wegrand und sind am Aufdruck mit der Kennung ESW und der Standortzahl erkennbar.

Was sollte man beim Grillen beachten? 

„Oberstes Gebot beim Grillen: Niemals einen Holzkohlegrill mit brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin, Spiritus, Verdünnung oder Terpentin entzünden!“, sagt Erhardt. Benzin und Spiritus verdampfen bereits bei Umgebungstemperatur und bilden eine unsichtbare Gaswolke. Ein Funke reicht, dann könne sich die Kohle explosionsartig entzünden. „Personen in unmittelbarer Nähe des Grills stehen dann plötzlich in einem Feuerball.“ Gefährlich ist es auch, Spiritus aus einer Flasche auf heiße Kohlen zu spritzen. Wer flüssigen Grillanzünder verwendet, sollte auf das TÜV-Siegel und die Norm DIN-EN 1860-3 achten.

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