Welturaufführung

Freitag im Capitol: "Wenn ein Garten wächst" von Witzenhäuser Regisseurin

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Vorher und nachher: Der Huttenplatz in Kassel hat sich nach 80 Jahren deutlich verändert. Das gemeinsame Engagement der Kasselaner hat Regisseurin Ines Reinisch begleitet. Einmalig ist der Film jetzt im Capitol zu sehen.

Witzenhausen. Der Huttenplatz in Kassel war 80 Jahre lang Rasen, drei Birken und ein Stahlzaun in Schienbeinhöhe. Wie daraus ein vielfältiges Gartenidyll wurde, erzählt die Witzenhäuserin Ines Reinisch in „Wenn ein Garten wächst".

Der Film ist nun in einer einmaligen Sondervorstellung und zugleich Welturaufführung im Capitolkino Witzenhausen zu sehen.

Im Frühjahr 2012 haben sich Nachbarn und Anwohner des Huttenplatzes zusammengetan, um die städtische Grünfläche in einen Gemeinschaftsgarten zu verwandeln. Das Nachbarschafts-Gartenprojekt war im Zuge der documenta 13 entstanden, der Pachtvertrag auf einen Sommer beschränkt. Letztendlich durften die Kasselaner nach langem Kampf dennoch ihren neuen Lieblingsort behalten. „Ein großer Erfolg für die Nachbarschaftsgärtner, die sich anfangs nur vom Sehen kannten und weder ausgebildete Gärtner noch Landwirte sind“, so Regisseurin und zugleich Produzentin Reinisch. Eindreiviertel Jahre hat sie die Menschen vor Ort mit der Kamera begleitet.

„Gerade als Kind einer Großstadt ist es mir ein Bedürfnis zu zeigen, was Urbanität in Bezug auf gemeinschaftliches Handeln und das Verstehen von ökologischen Prozessen bedeutet“, erklärt die Regisseurin.

Nominierter Film

Info: Dokumentarfilm „Wenn ein Garten wächst“ mit Filmgespräch, Freitag, 20 Uhr, Capitolkino Witzenhausen.

Erst vor Kurzem wurde der Film, dessen Dreharbeiten im März 2012 begannen und im vergangenen November endeten, fertiggestellt. Der Film wurde unter über 2900 Einreichungen aus 37 Ländern beim 31. Kasseler Dokumentarfilmfestival angenommen und zum Goldenen Herkules nominiert. Der gesamte Filmschnitt fand in der Kirschenstadt statt, insgesamt waren über drei Jahre Arbeit mit 200 Stunden Rohmaterial für Reinischs ersten Dokumentarfilm notwendig.

Ines Reinisch ist in Hamburg aufgewachasen. Sie studierte dort Illustration und Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Audiovisuelle Medien und schloss mit Diplom ab. Erste filmische Erfahrung sammelte sie bei Produktionen für ARD, ZDF und Sat 1. Bereits mehrfach hat Reinisch an Filmfestivals in Hamburg, Weimar, Heilbronn und Stuttgart teilgenommen. Seit 2010 studiert die Regisseurin Ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen.

Interessierte sind eingeladen, am 50. Filmgespräch im Witzenhäuser Capitolkino teilzunehmen. (kmn)

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