Wendershäuser wollen Abkürzung nach Witzenhausen

Verärgert über Umleitung: Der SPD-Ortsverein spricht sich dafür aus, dass der Wirtschaftsweg durch die Aue nach Witzenhausen für Wendershäuser Bürger freigegeben wird. Im Bild Elvan Polat (von links), Birgitt Kramer, Mathis Keil, Markus Keil, Melanie Keil, Heinz Morth, Ingrid Reiser, Bernd Rode, Rüdiger Träbing, Angelika Burhenne, Nicole Träbing, Edith Träbing und Gerd Laube. Foto: privat/nh

Wendershausen. Die Stadt Witzenhausen hält nichts vom Vorschlag des SPD-Ortsvereins, den Wirtschaftsweg durch die Aue als Ausweichstrecke für Wendershäuser freizugeben.

Der SPD-Ortsverein Wendershausen fordert Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU) dazu auf, den für den Verkehr gesperrten Wirtschaftsweg durch die Aue nach Witzenhausen als Einbahnstraße freizugeben, damit die Wendershäuser wenigstens auf dem Hinweg die Umleitung umgehen können. Auf dem geteerten Weg soll auf Wunsch der Genossen eine Tempo-30-Regelung eingerichtet werden.

Seit die Straße zwischen beiden Orten im April wegen Bauarbeiten gesperrt wurde, ist für die Wendershäuser die Fahrt in die Kirschenstadt wegen der Umleitung zehn Kilometer lang – sonst sind es drei.

Doch auch wenn man den Ärger der Bürger verstehen könnte, könne man nichts ändern, betonen Bürgermeisterin Angela Fischer und Fachbereichsleiter Michael Zimmermann auf Anfrage. Es gebe keine andere Lösung, das habe man im Vorfeld mit dem Baulastträger HessenMobil, der Polizei und Vertretern des Ortsbeirats und des NVV diskutiert und abgestimmt. Eine einspurige Verkehrsführung an der Baustelle vorbei sei ebenalls nicht möglich.

„Der Weg durch die Aue muss als Rettungsweg freigehalten werden“, betont Fischer. Zudem sei der Wirtschaftsweg nicht breit und tragfähig genug, um sechs Monate lang Verkehr aufzunehmen – auch nicht als Einbahnstraße. „Man muss auch an die vielen Fußgänger und Radfahrer denken, die den Weg nutzen“, ergänzt Zimmermann. Sie würden gefährdet, selbst wenn der Weg nur für Wendershäuser freigegeben würde. Die Polizei würde aus Sicherheitsgründen bei Wendershausen punktuell kontrollieren, ob das Durchfahrtsverbot eingehalten würde. „Es geht uns dabei nicht ums Abkassieren“, versichert Fischer. „Dadurch fließt kein Geld in die Stadtkasse.“

Ein Vergleich mit der Sondererlaubnis, durch die die Hundelshäuser 2014 während der Vollsperrung der B 451 auf dem Gelsterradweg nach Witzenhausen fahren durften, verbiete sich im Wendershäuser Fall, sagt Zimmermann. In Hundelshausen sei kein Rettungsweg behindert worden, zudem hätten die Bürger durch die Sperrung Umwege von rund 30 Kilometern gehabt.

Auch sei der Zeitraum der Vollsperrung mit unter zwei Monaten deutlich kürzer gewesen.

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