HR-Fernsehen sendete aus Witzenhausen

Wetterbericht kam aus dem Tropengewächshaus Witzenhausen

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Vorgespräch: Schon Stunden vor der Sendung ging „Alle Wetter!“-Redaktionsleiterin Silke Hansen (links) schon einmal den Ablauf mit Tropengewächshaus-Kuratorin Marina Hethke durch.

Witzenhausen. Normalerweise sendet "Alle Wetter!" seine abendliche Sendung im HR-Fernsehen vom Dach und aus einem Studio des Hessischen Rundfunks in Frankfurt. Normalerweise.

Am Donnerstag gingen Moderator Thomas Ranft und sein „Assistent“, das Maskottchen Fridolin, live aus dem Tropengewächshaus der Uni Kassel in Witzenhausen auf Sendung.

Bevor ab dem späten Nachmittag zunächst drei kurze Beiträge für „Tagesschau 24“, „Hallo Hessen“ sowie „Main Tower“ und dann pünktlich um 19.15 Uhr „Alle Wetter“ gesendet werden konnten, gab es für das 15-köpfige Team jede Menge zu tun. Zunächst mussten hunderte Meter Kabel zwischen dem Übertragungswagen und dem Tropengewächshaus verlegt werden.

Danach wurden die drei Kameras angeschlossen, die Beleuchtung eingerichtet, ein Monitor aufgestellt und die Technik überprüft. „Auch wenn das nicht so aussehen mag, ist dies eine Produktion mit sehr kleinem Gepäck“, betonte Silke Hansen, die vor 17 Jahren die Idee zu „Alle Wetter!“ hatte und seither als Redaktionsleiterin für Inhalt und Ablauf der Sendung verantwortlich ist. Dieses „kleine Gepäck“ gebe ihrem Team überhaupt erst die Möglichkeit, mit der Sendung dahin zu gehen, „wo die Menschen sind und wo es etwas Spannendes zu erzählen gibt“.

Alles im Griff: Kameramann Fabian Sänger sorgte mit seinen Kollegen dafür, dass die Zuschauer eindrucksvolle Bilder aus dem Tropengewächshaus geliefert bekamen.

Kernstück der Technik ist ein umgebauter Hörfunk-Übertragungswagen, der nun auch für Fernsehproduktionen eingesetzt wird und der sowohl modern und flexibel als auch kostengünstiger als die herkömmlichen Ü-Wagen ist. Der „Ecto 1“, wie der HR den Wagen in Anlehnung an das Gefährt der „Ghostbusters“ aus dem gleichnamigen Kultfilm genannt hat, sendet das Fernsehsignal zum Funkhaus – entweder über das Mobilfunknetz oder per Satelliten. Für das richtige Bild und den reibungslosen Ablauf sorgen allein hier drei Techniker.

„Im Rahmen unserer dreitägigen Tour machen wir diese Woche an Orten Station, bei denen Wetter und Klima eine besondere Rolle spielen“, sagte Silke Hansen. Hier im Tropengewächshaus wolle man unter anderem erklären, wo die Tropen und die Subtropen überhaupt liegen und was sie ausmacht.

In einem Gespräch mit Kuratorin Marina Hethke solle zudem die komplizierte Klimatechnik des Tropengewächshauses erklärt und die Kakaopflanze vorgestellt werden. „Unser Ziel ist es, jeden Abend kleine, nette Geschichten zu erzählen, wo man im Anschluss sagt: Das hätte ich jetzt nicht gedacht“, so Hansen. Und dafür sei das Tropengewächshaus der Uni Kassel genau der richtige Ort.

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