Mehr als 40 Kräfte im Einsatz

Feuerwehren diesseits und jenseits der Werra üben wieder gemeinsam

Die Oberriedener Wehrmänner Danny Probst (links) und Kai Burhenne an der Spritze.
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Wasser marsch: die Oberriedener Wehrmänner Danny Probst (links) und Kai Burhenne an der Spritze.

„Das war richtig gut“, urteilte nach 42 spannenden Minuten Gruppenführer David Hinske. Er leitete am Samstagnachmittag die 30. gemeinsame Übung der Feuerwehren aus den Bad Sooden-Allendorfer Stadtteilen Oberrieden und Ellershausen sowie aus dem benachbarten, auf der anderen Werraseite liegenden thüringischen Lindewerra.

Oberrieden – Seit der Wiedervereinigung Deutschlands gehört diese Übung zum festen Bestandteil im Jahreskalender der Brandschützer und ist pandemiebedingt nur im vergangenen Jahr ausgefallen.

Auch diesmal präsentierten sich die mehr als 40 Einsatzkräfte als eingespieltes Team. Jeder Handgriff saß bei der Bekämpfung eines fiktiven Brandes, von dem in Oberrieden das seit zwei Jahren leer stehende Pfarrhaus an der Raiffeisenstraße betroffen war. Weil dort im November wieder Mieter einziehen, blieb das Gebäude von Wasser verschont. Stattdessen lenkten die Wehrmänner den satten Strahl ins Grün des weitläufigen Pfarrgartens.

Mit einer im Keller postierten Nebelmaschine wurden dichte Qualmwolken simuliert, die an den Giebelseiten des Brandobjektes aus den Fenstern quollen. Die Besonderheit der Übung lag in der Rettung von Menschenleben, die im Obergeschoss eingeschlossen waren. Als „Opfer“ stellten sich der 12-jährige Julian und der ein Jahr ältere Leon zur Verfügung. Gesichert mit einer Leine, ließen sie sich aus einer Höhe von fünf Metern über eine dreiteilige Steckleiter ins Freie bringen, nachdem Atemschutzträger zu ihnen vorgedrungen waren.

Hoch zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf der Übung zeigte sich auch Oberriedens Wehrführer Mario Oesterheld, der unter den „Männern der ersten Stunde“ auch seinen Vater Jürgen begrüßen konnte, der vor mehr als 30 Jahren Wehrführer war und heute Ehrenvorsitzender ist.

Aus dem länderübergreifenden Einsatz seien auch viele Freundschaften entstanden, freute sich Bürgermeister Frank Hix. Den „guten Zusammenhalt nach so vielen Jahren“ hob auch sein Amtskollege Gerhard Propf aus Lindewerra hervor.

Im Beisein von Stadtverordnetenvorsteher Mario Ziegler, der gleichzeitig Wehrführer in Ellershausen ist, bemerkte dessen Ortsvorsteher Lars Stöber, viele junge Leute hätten sich der Feuerwehr angeschlossen: „Das macht Mut.“

Ein gemütlicher Teil mit Bratwurst vom Grill schloss sich an.  (zcc)

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