Unterhalb des Schlosses wird gebaut

Windpark Berlepsch soll dieses Jahr noch ans Netz

Witzenhausen. Wenn alles glatt geht, soll das erste Windrad unterhalb von Schloss Berlepsch in der letzten Novemberwoche seinen Betrieb aufnehmen.

Das kündigte Fabian von Berlepsch, dessen Familie die Flächen für den Windpark an das Unternehmen Enercon Invest verpachtet hat, jetzt im Bauausschuss an.

Laut Berlepsch sind Wege und Kabeltrassen bereits im Bau, die Stellflächen für die Kräne werden vorbereitet. Ab Ende Juni sollen die Fundamente gegossen werden, im August wolle Enercon mit dem Bau der Türme beginnen. Die technischen Anlagen, darunter Gondel und Rotor, sollen ab Mitte Oktober montiert werden. Berlepsch sicherte zu, dass Aufträge im Wert von mindestens 800.000 Euro an Firmen in der Region vergeben werden sollen. Gemessen an den geschätzten Gesamtkosten von bis zu 26 Millionen Euro ist das nur ein kleiner Anteil, räumte Berlepsch ein. Allerdings gebe es hier keine Firmen mit dem nötigen Spezialwissen für den Bau von Windanlagen. Daher könnten nur Aufträge für Wege-, Trassen- und Fundamentbau regional vergeben werden.

Aus den ursprünglichen Plänen, eins der fünf Windräder für Investitionen von Menschen aus der unmittelbaren Region zu reservieren, wurde laut Berlepsch nichts. Es habe nur elf Interessenten gegeben, die zusammen höchstens 260.000 Euro hätten aufbringen können. Damit hätte man noch nicht einmal die nötigen 20 Prozent Eigenkapital für ein bis zu sechs Millionen Euro teures Windrad finanzieren können. Um das Projekt nicht weiter zu verzögern, habe die Familie von Berlepsch zugestimmt, dass Enercon Invest die Kosten für alle fünf Windräder trägt. Mit jedem Jahr, das die Windräder später ans Netz gehen, sinkt die Einspeisevergütung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz - und damit auch die Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Witzenhausen. Die würden allerdings frühestens in 18 Jahren fließen, wenn die Windräder Profite abwerfen.

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