Etwa ein Hektar Fläche benötigt

Windpark Steinberg bei Ziegenhagen: Betrieb könnte 2022 starten - Zufahrt über Lutterberg

Ziegenhagen – Über den aktuellen Stand der Planung des Windparks Steinberg berichteten am Dienstag Lars Rotsche von der Stadtwerke-Union Nordhessen und Christoph Küthe von den Stadtwerken Witzenhausen.

Auch wenn sich seit dem Info-Markt, der 2017 in Ziegenhagen stattgefunden hat, noch nicht viele Neuerungen ergeben hätten, sei es allen sehr wichtig, das Projekt transparent zu halten und die Öffentlichkeit jeder Zeit mit einzubinden, so Lars Rotsche.

Besonderes Augenmerk legten sowohl Rotsche und Küthe als auch die Mitglieder des Bauausschusses dabei auf die geplanten Zuwegungen und die damit verbundenen Alternativenprüfungen, denn mit den 84 Meter langen Schwerlasttransporten den geplanten Bauplatz zu erreichen, stellt sicher eines der größten Probleme in der Planung dar.

Lars Rotsche und Christoph Küthe gaben Informationen zum aktuellen Stand der Planung des Windparks Steinberg. 

Viele Bürger aus Ziegenhagen waren zur öffentlichen Bauausschusssitzung gekommen, genau wie Mitglieder der Bürgerinitiative Ziegenhagen. Sie alle interessierte vor allem eins: Wird eine Zuwegung durch Ziegenhagen in Betracht gezogen? Dies verneinten sowohl Rotsche und Küthe als auch der Geschäftsführer der Stadtwerke Witzenhausen, Thomas Meil, und Daniel Herz, Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender. Favorisiert werde derzeit die Zufahrt über die Waldstraßen Teerweg und Postweg, mit Einbeziehung des Wanderparkplatzes K222, erklärte Küthe.

Erreicht werden soll diese Strecke über die Autobahnabfahrt Lutterberg der A 7. Dafür müssten einige Straßen verbreitert und Kurven begradigt werden. Im Rahmen der Aufräumarbeiten nach den Orkanen Kyrill und Friederike sei aber in diese Richtung bereits viel Vorarbeit geleistet worden, so Rotsche. Darüber hinaus sei ein Teil des Fichtenbestandes vom Borkenkäfer befallen und müsse über kurz oder lang aus Verkehrssicherheitsgründen vermutlich ohnehin weichen. Für eine Windkraftanlage wird knapp ein Hektar Fläche benötigt.

Davon werden 350 Quadratmeter dauerhaft versiegelt, der Rest wird neu aufgeforstet. Auch die hier genutzten Flächen seien durch die Stürme größtenteils bereits stark geschädigt, so Rotsche weiter. Der Projektzeitplan sieht eine voraussichtliche Inbetriebnahme der vier geplanten Windräder, mit einer Spitzenhöhe von bis zu 241 Metern, für Juni 2022 vor. Die Themen Vogelgutachten und Naturschutz wurden ebenfalls angesprochen, die Planer versicherten auch hier alle nötigen Gutachten eingeholt zu haben und sowohl den Vogel- als auch Naturschutz zu berücksichtigen und zu respektieren.

Auch für den weiteren Verlauf der Planungen wünsche man sich Öffentlichkeitsbeteiligung, so Lars Rotsche. Darum sei zeitnah eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung geplant, ergänzte Bürgermeister Herz.

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