Heilpraktikerin bietet Führungen bei Dohrenbach an

Wirksam gegen viele Beschwerden: Die Kirsche ist ein rundum gesunder Baum

14.06.2018, Baden-Württemberg, Königschaffhausen: Melanie Hirzler pflückt Kirschen. Rund 300 Kilogramm Kirschen werden am Tag im Durchschnitt geerntet. (zu lsw:"Verband der Obstbauern rechnet mit guter Kirschen-Ernte" vom 16.06.2018) Foto: Patrick Seeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Sind sehr gesund: Kirschen. Auch ihre Blätter, Steine und Stiele haben heilsame Wirkung.

Gerade werden wieder die Kirschen reif. Dass diese roten Früchte nicht nur gut schmecken, sondern auch sehr gesund sind, dürften viele Menschen wissen. Dass der gesamte Kirschbaum aber voller Heilkräfte steckt, ist wohl weniger bekannt.

Diesbezüglich sind die zehn Teilnehmer, die sich jüngst von Naturparkführerin Elke Kusum Hanstein drei Stunden rund um den Witzenhäuser Stadtteil Dohrenbach durch Feld und Flur führen ließen, viel informierter – und dürften die Kirschbäume nun mit ganz anderen Augen betrachten. Denn: Elke Kusum Hanstein ist Heilpraktikerin und hat zudem früher als Gärtnerin gearbeitet. „Im Prinzip ist jeder Teil des Kirschbaumes nutzbar“, sagt sie. „Nicht nur die Früchte sind gut für die Gesundheit.“

Bei der Aufzählung geht sie nach der Jahreszeit vor und beginnt bei der Blüte: Die sei allein schon gut für Seele und Herz, stehe sie doch für Aufbruchstimmung im Frühjahr und verliehe so Energie. Nicht ohne Grund, merkt Hanstein an, zieht die Kirschblüte so viele Menschen alljährlich ins Witzenhäuser Werratal. Zugleich kann die Blüte als Dekoration in Salaten dienen, da sie nicht nur essbar ist, sondern ihn auch mit ein wenig Bittermandelaroma bereichert.

Expertin für die Heilkraft der Kirschbäume: Naturpark-Führerin und Heilpraktikerin Elke Kusum Hanstein war auf Tour rund um Dohrenbach. 

DieBlätter, jung ausgetrieben und getrocknet, empfiehlt die Expertin dem Haustee beizugeben – beispielsweise zu einer Mischung aus Melisse und Minze, Himbeer- und Brombeerblättern. Sie wirkten entwässernd und leberstärkend.

Bei der Frucht listet die Heilpraktikerin gleich eine ganze Reihe gesundheitsfördernder Eigenschaften auf: Das reicht von den Inhaltsstoffen wie Provitamin A („gut für die Augen“), Vitamin C („gut für Abwehr“) und Folsäure („gut für Zellneubildung und Gehirnzellen“) und viele Mineralien („rundum, was der Körper so braucht“). Die Farbstoffe schützten nicht nur die Pflanze vor Strahlung und Umwelteinflüssen, sondern „uns auch“. Die Früchte der Wildkirsche, so lernen die Teilnehmer unterwegs, sind kleiner und dunkler und schmecken viel süßer. Sie eigneten sich gut für Sirup, der wiederum gut auf Eis und Süßspeisen passt.

Im Dienste der Gesundheit können auch die Stiele und die Steine der Kirschen verwendet werden. Ein aus den Stielen gekochter Tee helfe bei Husten und Bronchial-Infekten und sei harntreibend. Und die durch Kochen gesäuberten Steine, die umgangssprachlich besser als Kirschkerne bekannt sind, können ihre Wirkung – in Kissen eingenäht – in der Mikrowelle aufgeheizt ebenso entfalten wie im Gefrierfach gekühlt. Mal hilft das Kissen dann bei Entzündungen und Verspannungen, Rheuma- und Bauchschmerzen, bei Sportverletzungen und sogar bei Zahnschmerzen.

Bei Rheuma und Muskelschmerzen empfiehlt die Expertin ebenso Kirschwasser. Wobei dieser Obstbrand, dem bei innerer Anwendung eine Magenstärkung nachgesagt werde, dann bei Muskelschmerzen und Rheuma eingerieben werden soll.

Elke Kusum Hanstein gibt ihr Wissen bei der Wanderung auf den Ringkopf und weiter zur Warte bei Dohrenbach von Station zu Station weiter. Da wird dann auch ein Blick auf die heute von kleinen Plantagen geprägte Landschaft geworfen und über die Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte gesprochen.

Die nächste Führung

Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land bietet noch eine Wanderung zur Heilkraft der Kirschen in diesem Jahr an. Am Sonntag, 5. Juli, soll es erneut von 10 bis 13 Uhr ab Dohrenbach zu den rundum gesunden Bäumen gehen.  Wer teilnehmen will, kann sich hier anmelden: Tel. 0 56 51/99 23 30, E-Mail: info@naturparkfrauholle.land

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