Bürgermeisterin Angela Fischer würdigte die Geehrten

Witzenhäuser Bürgerpreis 2017 geht an Hajo Schröter - Tafel erhält Ehrenamtspreis

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Sie versorgen Bedürftige mit Lebensmitteln: Die freiwilligen Helfer der Witzenhäuser Tafel. Unser Archivbild zeigt von links Christa Bertermann, Ulla Noack und Renate Grimm.

Witzenhausen. Es ist eine schöne Tradition, engagierte Witzenhäuser beim Neujahrsempfang auszuzeichnen. In diesem Jahr ging der Bürgerpreis an „Mr. Erntefest" Hans-Joachim Schröter, den Ehrenamtspreis nahm die Witzenhäuser Tafel entgegen.

Bürgermeisterin Angela Fischer würdigte die Geehrten.

Der Bürgerpreis 

So kennt man ihn: Hajo Schröter (links) mit den Stadtwerkemitarbeitern Kai Rosenfeld und Klaus Kreitz beim Anbringen der Erntefest-Deko im Jahr 2015.

450 Fahnen, 7000 Bänder und 1600 Meter Wimpelketten, fünf große und 42 kleine Erntekronen, 350 Getreidegestecke und 2000 Sonnenblumen - die Laudatio von Bürgermeisterin Fischer an Hans-Joachim „Hajo“ Schröter strotzte nur so vor Zahlen und verschaffte den Gästen einen Eindruck davon, mit welch großem Aufwand Schröter seit über 25 Jahren Sommer für Sommer dafür sorgt, dass die Stadt zum Erntefest ansprechend dekoriert ist. „Das Schmücken unserer Stadt ist ihm eine Herzensangelegenheit und sein Ehrgeiz liegt darin, den Schmuck immer weiter zu perfektionieren“, lobte Fischer und erinnerte daran, dass Schröter für die Erntefest-Deko regelmäßig am Bügelbrett steht, weil die 7000 Bänder nach dem Waschen wieder in Form gebracht werden.

Fischers Dank ging auch an Schröters Ehefrau Brigitte, die stets die abgeschnittenen Schlaufen wieder an die Wimpelketten näht. „Liebe Frau Schröter, Sie helfen Ihrem Mann, obwohl Ihr Geburtstag am 26. August wohl immer dem Erntefest zum Opfer fällt - das ist sehr großmütig.“

Der Ehrenamtspreis 

Auch in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt gibt es Menschen, die nicht genügend Geld für Lebensmittel haben. In Witzenhausen gibt es zum Glück 26 ehrenamtliche Helfer, die seit über zehn Jahren die Betroffenen über die Witzenhäuser Tafel mit Lebensmitteln versorgen. Dafür erhält das Team in diesem Jahr den Ehrenamtspreis. „Eine besondere Herausforderung stellte sicherlich die Versorgung von Flüchtlingen dar, denn neben unterschiedlichen Koch- und Essgewohnheiten, gilt es auch, Sprachbarrieren zu überwinden“, sagte Fischer, die auch darauf hinwies, dass sich die Zahl der Bedürftigen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt habe. Dem Team der Tafel sei trotzdem nicht bange. „Die Freude am gemeinsamen Tun ist Ihnen anzumerken und wenn bei Ihren Aktionen um Spenden geworben wird, sind die Witzenhäuser großzügig“, so Fischer.

Sie lobte auch, dass mittlerweile nahezu alle Märkte und Bäckereien Ware zur Verfügung stellten. Die Helfer der Tafel holen diese ab, sortieren sie und geben sie an zwei Nachmittagen pro Woche an ihre Kunden aus. „Dafür möchte der Magistrat der Stadt Witzenhausen seine Anerkennung und Wertschätzung zum Ausdruck bringen.“

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