Mit dem Rad in der Witzenhäuser Fußgängerzone

„Höre auf den Fußgänger in dir“: Michael Zimmermann, Angela Fischer und Bernd Westermann präsentieren die neuen Plakate, mit denen die Witzenhäuser um Rücksichtnahme in der Fußgängerzone gebeten werden. Die Plakate hängen im Rathaus und an verschiedenen Stellen der Stadt. Foto: Steensen

Eine Plakatkampagne der Stadt Witzenhausen soll Bürger darauf einstimmen, dass Einbahnstraßen in der Altstadt und die Fußgängerzone für den Radverkehr freigegeben werden.

Wo haben künftig Radfahrer freie Fahrt? 

Künftig dürfen Radfahrer die Steinstraße in beide Richtungen befahren, obwohl das eine Einbahnstraße ist. Gleiches gilt später auch für die Carl-Ludwig-Straße, Mühlstraße und Obere Mühlstraße. In Schrittgeschwindigkeit ist das Radfahren in der Fußgängerzone (Marktplatz und Ermschwerder Straße) erlaubt, die Brückenstraße wird zeitweise freigegeben. Eine Extraspur für Radler gibt es nicht, die Stadt setzt auf gegenseitige Rücksichtnahme. Das Ganze soll in diesem Sommer für das Konzept „Klimafreundlicher Verkehr“ getestet werden.

Ab wann gelten die neuen Regeln? 

Ab Samstag, 20. Mai. Das Parlament soll zunächst am 15. Mai die neue Sondernutzungssatzung für die Fußgängerzone beschließen, so Bauamtsleiter Bernd Westermann. Neue Straßenschilder und Markierungen sollen kurz vor der Freigabe angebracht werden. Zudem sind Info-Stände in der Universität (18. Mai) und auf dem Wochenmarkt (19. Mai) geplant.

Warum werden jetzt Plakate aufgehängt? 

Um die Bürger schon auf die neuen Regeln einzustimmen und an die gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer zu erinnern. Die vier Motive werden in der Kernstadt und in den Info-Kästen in den Stadtteilen aufgehängt. Als Models fungieren übrigens die Stadt-Mitarbeiter Nancy Guthörl, Christel Wiegel und Hendrik Brübach und Stadtverordneter Hans Hild.

Wie soll für den Schutz der Fußgänger und Radfahrer gesorgt werden? 

Um Kollisionen im Gegenverkehr zu vermeiden, wird in der Steinstraße eine provisorische Ausweichbucht eingerichtet, betont Westermann. Dadurch gehen drei bis vier Parkplätze verloren.

In der Fußgängerzone gehe die größte Gefahr derzeit von Lieferwagen und Autos aus, die ohne Erlaubnis in das gesperrte Areal fahren, so Hauptamtsleiter Michael Zimmermann. Der Lieferverkehr für die Geschäfte soll künftig nur in der Zeit von 5 bis 10 Uhr erlaubt sein, Lieferzeiten von 13 bis 15 Uhr werden gestrichen. Paketboten müssen künftig vor der Fußgängerzone halten, zudem soll die Ordnungspolizei der Stadt vermehrt die Fußgängerzone kontrollieren und Uneinsichtige aufschreiben, die mit dem Auto bis zu den Pizzerien in der Ermschwerder Straße fahren. Für Ordnungswidrigkeiten in der Fußgängerzone werden 30 Euro für Parken und 20 Euro für Durchfahren fällig. Anwohner können für Einzelfälle bei der Stadt Ausnahmen beantragen. „Niemand muss sein neues Sofa vom Kirchplatz in die Ermschwerder Straße schleppen“, betont Zimmermann.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.