Trotz Trockenheit

Witzenhäuser Kirschernte war dieses Jahr eine der besten seit Langem

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Alles voller Kirschen: Obstbauberater Eberhard Walther und Versuchstechnikerin Agata Stawinoga schwärmen ob des Ertrages und der Qualität der Süßkirschen im Werratal in diesem Jahr.

Witzenhausen. Der seit Jahrzehnten schlechtesten Ernte bei den Kirschen 2017 bedingt durch Frost zum ungünstigsten Zeitpunkt folgt in diesem Jahr im Werratal eine der besten seit Langem.

Das sagen Experte Eberhard Walther vom Versuchs- und Beratungsring Obstbau Witzenhausen und seine Mitarbeiterin Agata Stawinoga.

Sowohl Größe, als auch Geschmack und Zuckergehalt seien, insbesondere bei den späten Sorten, „vorzüglich“ gewesen. Derart süß waren die roten Früchte in der Erinnerung Walthers letztmals Anfang der 1990er- Jahre.

Auch bei anderem Obst von Erdbeeren und Johannisbeeren bis zu Pflaumen und Äpfeln, die bei den frühen Sorten schon in einer Woche reif seien, erwarten die Agrar-Ingenieure eine sehr gute Ernte.

Trockenheit hat Kirschen nichts ausgemacht

Alle Früchte seien zwei Wochen früher als üblich reif geworden, sagt Stawinoga, auch bei den Sauerkirschen habe die Ernte bereits begonnen. Die Süßkirschen dagegen seien durchweg gepflückt, abgesehen von „Resten in den Höhenlagen“, weiß Walther. Aufgrund der frühzeitigen sommerlichen Witterung begann die Ernte bereits am letzten Maitag. Die Trockenheit seit Wochen hingegen habe den Kirschen nichts ausgemacht.

Wirtschaftlich gesehen sei es ein „ganz normales Kirschenjahr“, in dem es immer ein Überangebot an Früchten gebe, gerät Vorstandsvorsitzender Manfred Feldmeier von der Absatzgenossenschaft Unterrieden (Agu), nicht so ins Schwärmen. Der Preis im Straßenverkauf habe wie in den vergangenen Jahren weitgehend einheitlich bei sechs Euro pro Kilogramm gelegen.

Alle angenommenen Kirschen der Nebenerwerbs-Anbauer habe man gut vermarkten können, sagt der Agu-Chef, auch wenn es anfänglich wegen des Billigangebots insbesondere aus Griechenland und der Türkei, Schwierigkeiten gegeben habe. Aber Qualität und Geschmack der Witzenhäuser Kirschen, so Feldmeier, „setzten sich durch“. 

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