Ein zweiter Stellvertreter wurde nicht gefunden

Witzenhäuser Wehren haben neuen Stadtbrandinspektor gewählt

Ablösung: Der scheidende Stadtbrandinspektor Hans Staude (Zweiter von links) und sein Nachfolger Björn Wiebers (rechts daneben) sowie der Stellvertreter Lothar Heuckeroth (links) und dessen Nachfolger Bernd Werner. Foto:  per

Unterrieden. Die Witzenhäuser Feuerwehren haben eine neue Führungsspitze. Björn Wiebers ist neuer Stadtbrandinspektor.

Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung in Unterrieden ist der Witzenhäuser Björn Wiebers als einziger Kandidat mit 120 Ja- und 74 Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen zum Stadtbrandinspektor gewählt worden. Wiebers tritt damit die Nachfolge von Hans Staude an, der sich nach 15 Jahren im Amt nicht zur Wiederwahl gestellt hatte.

Immer für die Allgemeinheit im Einsatz: Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer (links) bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung mit allen Geehrten und Beförderten.

Neuer stellvertretender Stadtbrandinspektor und somit Nachfolger von Lothar Heuckeroth, der ebenso wie Staude sein Amt zur Verfügung stellte, ist der Roßbacher Bernd Werner. Auf ihn entfielen 76 Stimmen, auf seinen Gegenkandidaten Ullrich Harms (Ziegenhagen) 70 Stimmen. Die Wahl des zweiten Stellvertreters wurde auf einen späteren Zeitpunkt vertagt, weil sich kein Kandidat fand. „In Fußstapfen wie die von Hans Staude zu treten, ist sehr schwer und eine echte Herausforderung“, sagte Björn Wiebers nach seiner Wahl. Er dankte den Anwesenden für ihr Vertrauen, betonte aber gleichzeitig, dass er auf ihre Unterstützung angewiesen sei. „Hans Staude und Lothar Heuckeroth waren über einen sehr langen Zeitraum das Gesicht der Witzenhäuser Feuerwehren“, betonte Bürgermeisterin Angela Fischer. Sie seien „immer für ihre Kameraden ansprechbar und mit ganz viel Herz für die Feuerwehren da gewesen“. Fischer dankte beiden und überreichte jedem im Namen des Magistrats einen Reisegutschein. Björn Wiebers und Bernd Werner gratulierte sie zur Wahl und sicherte ihnen für die Zukunft eine gute Zusammenarbeit zu.

„Nach 15 Jahren als Stadtbrandinspektor wird es jetzt Zeit für frisches Blut“, sagte Hans Staude. Der minutenlange Applaus der rund 200 Anwesenden sowie die emotionale Verabschiedung durch die 15 Wehrführer waren ihm ebenso nahe gegangen wie seinem Stellvertreter Lothar Heuckeroth. „Die vergangenen 15 Jahre waren manchmal hart, aber ich konnte mich immer auf meine Kameradinnen und Kameraden verlassen“, betonte Staude und bot der neuen Wehrführung nicht nur für die Anfangszeit seine Unterstützung an. Lothar Heuckeroth, der sogar zehn Jahre länger als Staude im Amt gewesen war, dankte für „25 wundervolle Jahre“. Mit zitternder Stimme fügte er hinzu: „Ich bin stolz, einer von Euch gewesen zu sein.“

Auch wenn Staude und Heuckeroth noch einige Wochen im Amt bleiben (die offizielle Einführung erfolgt am 23. Mai beim Stadtfeuerwehrtag in Hubenrode), wurde ihnen schon jetzt eine große Ehre zuteil. Der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Walter Schäfer überreichte ihnen für ihre langjährigen Verdienste um das Feuerwehrwesen die Goldene Verdienstmedaille und damit die höchste Auszeichnung, die der Feuerwehrverband zu vergeben hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.