Witzenhäuserin lebte zehn Monate in Japan

Hat die japanische Kultur kennengelernt: Die 17-jährige Anna Heidenreich aus Witzenhausen ist für zehn Monate nach Tokio gereist. Auf dem Foto ist sie in festlicher Kleidung mit ihrer japanischen Gastfamilie bei einem klassischen Konzertbesuch zu sehen. Fotos: Privat

Witzenhausen. Anna Heidenreich wagte die Reise in eine gan andere Welt. Die 17-Jährige lernte die Kultur Japans kennen.

Vom kleinen Fachwerkstädtchen Witzenhausen hat es die 17-jährige Anna Heidenreich vor zehn Monaten in die Weltmetropole Tokio gezogen. Mit einem riesigen Erfahrungsschatz ist die Schülerin im Januar wieder nach Hause gekommen und bereut nicht eine Sekunde ihres großen Abenteuers. „Japan ist einfach unglaublich. Ich bin in meinem Leben noch nie so aufgeschlossenen und höflichen Menschen begegnet“, schwärmt die 17-Jährige.

„Meine Klassenkameraden waren immer total interessiert an der deutschen Kultur und unseren heimischen Traditionen. Ständig wollten sie wissen, was man so in Witzenhausen macht.“ In ihrer Gastfamilie wurden der Austauschschülerin zuliebe zu Weihnachten sogar Sterne gebastelt und Bratäpfel gebacken.

Dabei hat Anna Heidenreich zu Beginn ihres Austauschjahres nicht ein Wort Japanisch gesprochen. Die schwierige Grammatik und die fremden Schriftzeichen hat sie sich im Laufe der Zeit angeeignet. „Am Anfang versucht man sich eben mit Händen und Füßen zu verständigen. Aber das klappt besser als gedacht“, erzählt die Witzenhäuserin.

„So schön es sich anfühlt, fremde Länder zu erkunden, so schön ist es auch, wieder zu Hause zu sein.“

Bereits nach fünf Monaten beherrschte sie die Sprache nahezu fließend. Am Ende ihres japanischen Schuljahres musste die Schülerin sogar den anspruchsvollen „Japanese Language Proficiency Test“ - einen Sprachtest - absolvieren.

Neben dem spannenden Schulalltag ist der 17-Jährigen insbesondere das Sommercamp in den Bergen der japanischen Region „Nagano Prefektur“ in Erinnerung geblieben. Außerdem hat sie während ihres Auslandsaufenthaltes das Tanzen in einer Jugendgruppe für sich entdeckt. „Wir haben jeden Tag vier Stunden lang trainiert. Die Japaner sind unheimlich diszipliniert“, betont Anna Heidenreich. Den Blick für fremde Kulturen öffnen, über den Tellerrand schauen und Herausforderungen annehmen - dies sind einige von vielen Erkenntnissen, die die Schülerin während ihrer bewegenden und abwechslungsreichen Zeit in Japan gewonnen hat.

Die nächsten Reisepläne schwirren der Schülerin schon jetzt im Kopf herum: „Ich möchte auf jeden Fall noch ganz viel von der Welt sehen. Aber jetzt freue ich mich erstmal auf meine Freunde hier in Witzenhausen.“ Ab dem zweiten Schulhalbjahr im Februar geht sie wieder zum Gymnasium in Heiligenstadt und bereitet sich auf das Abitur vor. Den Schulstoff, vor allen Dingen in Mathe, muss sie zwar zum Teil sorgfältig nachholen, doch das nimmt die 17-Jährige für die spannenden Erfahrungen in Japan gerne in Kauf.

Eines steht für Anna Heidenreich trotzdem fest: „So schön es sich anfühlt, fremde Länder zu erkunden, so schön ist es auch, wieder zu Hause zu sein.“ Welche Voraussetzungen man für einen längeren Aufenthalt im Ausland mitbringen sollte, lesen sie in der gedruckten Mittwochs-Ausgabe der HNA.

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