Milch ergänzt einseitige Ernährung vieler Kinder in Uganda

Witzenhäuserin sammelt Spenden für Kayunga-Kühe

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Begeistert zeigen sich die afrikanischen Kinder über die neu gestiftete Kuh, finanziert durch 17 der regionalen Kindergärten. Auf weiten Grünflächen findet die Kuh ihr Fressen, sodass kein Geld für Futter ausgegeben werden muss.

Witzenhausen. Heike Liese belebt ein Projekt neu. Sie sammelt Geld, damit bald viele Kühe in der afrikanischen Partnerstadt Milch für Kinder geben.

Elf gespendete Kühe haben ihre neue Heimat bereits auf den Weiden afrikanischer Schulen in Kayunga (Uganda) gefunden. Doch das ist Heike Liese, Mitinitiatorin des Projekts „Kühe für Kayunga“ nicht genug. Lange Jahre hatte die 58-Jährige viel Zeit und Mühen in das Projekt gesteckt, bis ihr Mann Horst-Gerhard Liese, ebenfalls Mitinitiator aus vollem Herzen, im vergangenen Jahr verstarb und das Projekt ruhte. Dieses Jahr soll es nun weitergehen. „Milch ist ein wichtiges Nahrungsmittel für die Kinder in Uganda“, so begründet Liese ihr unermüdliches Engagement dafür, dass Schulen in Witzenhausens Partnerstadt Kayunga eine Milchkuh zur Ergänzung der oft einseitigen Ernährung bekommen. „Das Lernen fällt den Kindern leichter, sie können sich besser konzentrieren - all das wurde uns berichtet“, setzt sie fort.

Frische Milch für eine gesunde Ernährung: Heike Liese und Katja Eggert sind aus Überzeugung dabei.

Finanziert wurden die Kühe in den letzten Jahren durch großzügige Spenden beispielsweise der Vorlesepaten oder des Seniorenprogramms Witzenhausen. Die von 17 Kindergärten der Region gespendete „Kitacow“ bildete im Jahr 2010 den Anfang. Rund 400€ fallen für die Anschaffung einer Kuh an, laufende Kosten bezahlt im Anschluss die Schule selbst. Festgelegt ist dies in einem Vertrag, den die Schule vor der Übergabe unterzeichnet. Dieser schreibt außerdem vor, dass das erste entstehende Kalb einer weiteren Schule übergeben wird. Anschließend dürfen alle folgenden Kälber zum Aufbau einer eigenen Herde genutzt werden.

„Kühe für Kayunga ist ein tolles Projekt, das wir gerne auch weiterhin unterstützen möchten“, sichert Katja Eggert, Sprecherin des Lokalen Bündnis für Familie Witzenhausen, bereits zu.

Deutlich ist auch bei Heike Liese zu spüren: Sie freut sich, dass es weitergeht. „Uganda ist für uns zu einer zweiten Heimat geworden.“ Auch wenn nicht immer alles rund laufe, so sei man sich doch bewusst, etwas Gutes zu tun. So liefen die Schüler nach der Schule mit ihren Tassen Milch nach Hause, als behüteten sie einen Schatz, erinnert sich Liese: „Wir merken deutlich, dass die Kinder unsere Arbeit wertschätzen.“

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