In Ludwigsteinkurve und unter Weinbergen

Neue Blitzeranlangen an B 27 und B 80 bei Witzenhausen  installiert

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Neue Blitzeranlage an der B 27 vor der Ludwigsteinkurve gegenüber von Witzenhausen-Werleshausen, hier mit (von links) Werner Kreßner (Ordnungsamt), Bürgermeister Daniel Herz, Jörg Arnold (Ordnungspolizei) und Michael Zimmermann (Fachbereichsleiter).

Witzenhausen. Autofahrer, die gern schneller fahren als erlaubt, sollten ab nächster Woche an der Ludwigsteinkurve der B27 und auf der B80 unter den Weinbergen den Bleifuß vom Gas nehmen.

Am Montag stellt das Ordnungsamt von Witzenhausen zwei moderne, allgemein Blitzer genannte Geschwindigkeitsmessanlagen scharf.

Seit Anfang August sind die beiden schwarzen Säulen, die mit Kameras mit Lasertechnik ausgerüstet sind, nach Angaben von Ordnungsamtsleiter Werner Kreßner eingerichtet. Aus Toleranzgründen, damit sich die heimischen Autofahrer noch daran gewöhnen können, sind sie bis Anfang nächster Woche nicht in Betrieb.

Dann aber wird rund um die Uhr geblitzt – die Anlage funktioniert bei Tag und Nacht. Wenn der zu rasante Autofahrer die Säule erblickt, „ist es schon zu spät“, sagt Fachbereichsleiter Michael Zimmermann. Denn die Laserkamera erfasst die Straße 60 bis 70 Meter vor dem Standort. 

Vor der Ludwigsteinkurve ist dies der als besonders gefährlich erachtete Bereich der Bushaltestelle an der Fußgängerbrücke nach Werleshausen. Dort wurde bislang nur regelmäßig mit der mobilen Anlage kontrolliert.

Ersetzt und zum Messen in beide Fahrtrichtungen erweitert wurde hingegen der Blitzer unter den Weinbergen zwischen Witzenhausen und Unterrieden. Die alte Anlage überwachte lediglich der Verkehr in Richtung Kernstadt. In dem Abschnitt gilt Tempo 80 als Höchstgeschwindigkeit.

Technik unterscheidet zwischen Fahrzeugen

Man habe aber festgestellt, dass Autofahrer eher stadtauswärts anstatt stadteinwärts schneller unterwegs sind, sagt Jörg Arnold von der städtischen Verkehrsüberwachung, die für die Auswertung der Daten von den Kontrollsäulen zuständig ist. Wobei die eingesetzte Technik schon zwischen Personenwagen, Lastwagen und Motorrad unterscheidet.

Für die beiden Anlage investiert die Stadt laut Bürgermeister Daniel Herz um die 100 000 Euro. Er hofft, dass sie sich „so schnell wie möglich“ amortisieren. Aber auch, dass sich durch sie im Sinne der Prävention die Verkehrssicherheit erhöht. Nicht erneuert werden, wie es hieß, die beiden alten Blitzeranlagen in den Ortseingängen der Stadtteile Hundelshausen und Wendershausen.

Übrigens: Die vor wenigen Wochen aufgestellte Säule an der B 27 nahe dem Lückertshof südlich von Bad Sooden-Allendorf dient nicht zum Blitzen. Die Säule, auch blau statt schwarz lackiert, ist von der Mautsystemfirma Toll Collect und überprüft, ob für die Lkw die Maut korrekt bezahlt wurde. 

Am Ludwigstein blitzt’s erst ab Tempo 69

Polizei und Ordnungsämter sind dazu verpflichtet, bei jeder Geschwindigkeitsübertretung pauschal einige Kilometer pro Stunde vom Messergebnis abzuziehen. Bei einer Geschwindigkeit unter 100 km/h werden drei km/h abgezogen, bei einem Tempo über 100 km/h stets drei Prozent. 

Am Ludwigstein, wo Tempo 60 gilt, ist laut Ordnungsamtschef Werner Kreßner Tempo 69 als Grenzwert eingestellt. Darüber hinaus kostet es laut Bußgeldkatalog zehn Euro. Wer elf bis 15 km/h schneller als erlaubt ist, muss 20 Euro, bis 20 km/h dann 30 Euro und bis 25 km/h schon 70 Euro (plus ein Punkt in Flensburg) zahlen.

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