Mehr Fördermittel für neue Einrichtung

Witzenhausen eröffnet zweiten Waldkindergarten

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Bekommt neue Nachbarn: Der städtische Waldkindergarten „Waldwichtel“ auf dem Warteberg oberhalb von Witzenhausen. 

Lange gab es Gezerre um eine Erweiterung des Waldkindergartens am Warteberg in Witzenhausen. Jetzt soll es nicht nur eine zusätzliche Gruppe geben, sondern sogar einen zweiten, eigenständigen Waldkindergarten.

Für die Einrichtung eines zweiten Waldkindergartens habe es mehr Zuschüsse vom Land gegeben als für eine zweite Gruppe, begründen Bürgermeister Daniel Herz und Hauptamtsleiter Michael Zimmermann die ungewöhnliche Entscheidung. Das würde sich laut Zimmermann selbst dann rechnen, wenn die Stadt die höheren Personalkosten für eine Leitungskraft statt für eine reine Erzieherin zahlen müsse. Der Magistrat habe dem zugestimmt, weil es eine Angelegenheit der laufenden Verwaltung sei. Die Stadtverordnetenversammlung habe laut Zimmermann nicht gefragt werden müssen – sie stellt lediglich über den Haushalt das Geld zur Verfügung. Konkret handelt es sich dabei um 70 000 Euro.

Der neue Waldkindergarten soll das Grundstück neben dem bereits bestehenden Waldkindergarten beziehen, so Zimmermann. 20 Kinder können in der neuen Einrichtung betreut werden, die einen eigenen Bauwagen nebst Garten bekommt. Wie der Austausch oder gemeinsame Aktionen mit dem bisherigen Waldkindergarten aussehen können, sei noch offen, sagt Zimmermann. Der Garten des ersten Waldkindergartens sei aber nur auf 20 Kinder ausgelegt gewesen, deshalb könne man jetzt auch nicht einfach zusätzlich weitere 20 Kinder dort spielen lassen.

Beim Werra-Meißner-Kreis wird die Gründung des zweiten Waldkindergartens positiv gesehen. Auf die Frage, ob es rechtlich erlaubt ist, einfach einen zusätzlichen Kindergarten zu gründen, um mehr Fördermittel zu bekommen, antwortet Landkreissprecher Jörg Klinge: „Diese Frage hat sich bisher nicht gestellt und müsste gegebenenfalls vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration beantwortet werden.“ Einen ähnlichen Fall habe es bis jetzt im Kreis nicht gegeben. Laut Klinge wurde bis jetzt noch kein Antrag auf Betriebserlaubnis gestellt, es sei aber durchaus realistisch, dass eine Erlaubnis bis 1. Mai vorliegen könnte, wenn die Stadt alle Voraussetzungen erfüllt. Das Genehmigungsverfahren dauere nur einige Wochen. Im Übrigen hätte die Stadt ohnehin für eine zusätzliche Kita-Leitung sorgen müssen. „In jeder Kindergartengruppe muss eine Gruppenleitung eingesetzt werden“, sagt Klinge. 

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