Beschluss der Stadtverordneten

Witzenhausen: Katzen müssen kastriert werden

Witzenhausen. Wer seine Katze oder seinen Kater in Witzenhausen ins Freie lässt, muss ab sofort sein Tier per Mikrochip oder Tätowierung kennzeichnen, im Haustierregister Tasso eintragen und kastrieren lassen.

Das hat das Stadtparlament am Dienstag mit knapper Mehrheit beschlossen. So soll die unkontrollierte Vermehrung freilaufender Katzen eingedämmt werden. Diese litten oft an Krankheiten und sterben einen qualvollen Tod, heißt es in der Beschlussvorlage. Dem Tierschutzverein, der eine tierärztliche Behandlung für Streunerkatzen organisiert, entstehen so hohe Kosten.

Laut der neuen Verordnung müssen freilaufende Katzen bis zu ihrem sechsten Lebensmonat gekennzeichnet, registriert und kastriert werden, für Zuchttiere kann man eine Ausnahme beantragen. Wie Hauptamtsleiter Michael Zimmermann im Finanzausschuss erklärte, kommen Kosten von 80 bis 100 Euro pro Tier auf die Halter zu. Sie müssen dem Ordnungs- oder Veterinäramt auf Verlangen Nachweise für Kastration und Registrierung vorlegen – sonst drohen Geldbußen bis zu 1000 Euro.

Die Initiative zur Einführung zur Kastrations- und Kennzeichnungspflicht ging vom Tierschutzverein Witzenhausen aus, nachdem Appelle an Tierhalter keine Wirkung gezeigt hatten. Tierschützer, Tierärzte, Veterinäramt und Stadt hatten das Thema vorab bei einem Runden Tisch diskutiert. 

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Rubriklistenbild: © imago

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