Pflaster, Mobiliar und Beleuchtung

Weitere Details für Umgestaltung - Ziel: Mehr Leben auf dem Marktplatz

Witzenhausen: Details für Umgestaltung - Mehr Leben auf dem Marktplatz
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Soll lebendiger Platz werden: Für die Südseite des Rathauses plant Landschaftsarchitekt Franz Reschke neue Bänke und eine Verlagerung der Statue „Einer trage des Anderen Last“. Zudem gibt es Ideen für eine neue Rampe und Treppe.

Landschaftsarchitekt Franz Reschke stellt sein Konzept für den Marktplatz in Witzenhausen vor. Ein stimmiges Gesamtkonzept soll zu mehr Leben auf dem Marktplatz führen.

Witzenhausen - Eigentlich hätte Landschaftsarchitekt Franz Reschke seine Pläne für die Umgestaltung des Marktplatzes in Witzenhausen schon im März vorstellen sollen – doch daraus wurde wegen der Corona-Krise nichts. Am Dienstag (16.06.2020) nun zeigte Reschke im Bauausschuss schlichte, stimmige Entwürfe.

Stimmiges Gesamtkonzept auf dem Marktplatz in Witzenhausen - Das Pflaster

Angesichts der hohen Kosten will Reschke ein Pflaster aus europäischem Granit statt Grauwacke verlegen. Um die Sonderstellung des Rathauses zu betonen, will Reschke es optisch auf eine Art Teppich aus großformatigen Platten setzen. Die Platzränder sollen aus dem gleichen Material, aber in kleineren Steinen gepflastert werden. Die Oberfläche in einem „warmen Grau mit Gelbtönen“ soll auch bei Nässe rutschfest sein.

Witzenhausen - Das Mobiliar auf dem Marktplatz soll Kinder zum Spielen einladen

Unter den Platanen und auf der Südseite des Rathauses will Reschke sechs Bänke aus Douglasienholz und Stahl aufstellen, auf denen bis zu fünf Personen sitzen können. Es soll rundherum genug Platz sein, um Rollstühle, Rollatoren oder Kinderwagen abzustellen. Zudem sollen vier Bänke direkt am Rathaussockel installiert werden.

Alle Platanen bleiben erhalten. Ihre Betonringe sollen aber entfernt werden, um Platz zu schaffen – auch für Spielgeräte. Dafür schlägt Reschke „eine Familie von großen Kugeln“ aus Holz, Metall und Stein vor. Die Form spielte auf die Kirsche an, die unterschiedlichen Materialien sollen zum Anfassen anregen. Reschke hofft, dass Kinder sie auch zum Spielen und Klettern nutzen. Auf ein Wasserspiel wird verzichtet.

Die Statue „Einer trage des Anderen Last“, auf der gern Kinder klettern, soll auf die Rathaus-Südseite versetzt werden, um dort mit einer großen Bank für mehr Leben zu sorgen. Zudem würde Reschke die Metalrampe am Rathaus durch ein Exemplar aus Wesersandstein ersetzen, die optisch besser zum Sockel passt, länger und flacher wird. Die Treppe soll von zwei Seiten nutzbar sein, mit einem Geländer am Rathaus.

Das Jacob-Grimm-Denkmal will Reschke vom Sockel holen, die Betonfigur soll den Passanten künftig auf Augenhöhe begegnen. Fahrräder könnten künftig an den vier Ecken des Marktplatzes an Metallbügeln angeschlossen werden. Die Fahnenmasten möchte Reschke gegenüber der Bushaltestelle aufstellen, damit die Fahnen nicht den Blick aufs Rathaus verdecken. Reschkes Ziel ist, die Fläche vor dem Rathaus freizuräumen, sodass dort mehr Platz für Veranstaltungen ist.

Die Beleuchtung auf dem Marktplatz in Witzenhausen soll umgerüstet werden

Die historischen Laternen sollen wiederverwendet, aber auf kostensparende, warm-weiße LEDs umgerüstet werden. Des Weiteren plant Reschke das Rathaus, die Platanen und die umliegenden Fassaden von unten zu beleuchten. Im Herbst sollen verschiedene Lampen getestet werden.

Marktplatz in Witzenhausen - Das würde an Kosten auf die Stadt zukommen

Nach der aktuellen Schätzung belaufen sich die Baukosten auf 1,792 Millionen Euro, hinzu kommen noch 400.000 Euro Nebenkosten, sodass die Stadt insgesamt 2,192 Millionen Euro aufbringen muss. Darin nicht enthalten sind die Kosten für die neue Rampe (42.000 Euro) und teurere Pflasterfarben (bis zu 80.000 Euro). Trotz der hohen Kosten wirbt Reschke für Naturstein – der würde auch in 40 Jahren noch schöner aussehen als Betonsteine wie vor einem Supermarkt.

Der weitere Zeitplan - Erhoffter Baubeginn für Marktplatz in Witzenhausen 2021

Die Ausführungsplanung soll bis September fertig sein, dann sollen die Aufträge ausgeschrieben werden. Reschke hofft auf einen Baubeginn im Frühjahr 2021, dann sollen in Abstimmung mit den Stadtwerken parallel auch der Unterbau und die Kanalisation in dem Bereich erneuert werden.

Von Friederike Steensen

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