Witzenhausen: Kirschenkönigin Stina I.

Neue Kirschenkönigin wurde am Wochenende in Witzenhausen gekrönt

Der große Moment: Zusammen mit ihren Prinzessinnen Anastasia (links) und Anna (rechts) setzte die scheidende Kirschenkönigin Sophia I. ihrer Nachfolgerin Stina I. die Krone auf. Rechtes Foto:
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Der große Moment: Zusammen mit ihren Prinzessinnen Anastasia (links) und Anna (rechts) setzte die scheidende Kirschenkönigin Sophia I. ihrer Nachfolgerin Stina I. die Krone auf.

„Ich bin sprachlos und einfach nur überglücklich.“ Mit diesen Worten trat Stina I. am Sonntag ihre Amtszeit als 54. Witzenhäuser Kirschenkönigin in Witzenhausen an.

Witzenhausen – Vorausgegangen war eine Zeremonie, die sich von denen früherer Jahre in vielen Punkten unterschied. Da war zum einen der Austragungsort. Anstatt wie sonst auf dem überfüllten Marktplatz, fand die Veranstaltung auf dem Deula-Gelände statt.

„Nachdem wir im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie keine neue Kirschenkönigin krönen konnten und das amtierende Königshaus um Sophia I. für ein weiteres Jahr im Amt blieb, wollten wir die Zeremonie diesmal unbedingt wieder in Präsenz stattfinden lassen“, sagte Johannes Siebold, Geschäftsführer der Witzenhäuser Tourist-Information. Um die Zahl der Zuschauer dabei im Blick behalten und ihre Kontaktdaten erfassen zu können, habe man sich für das Deula-Gelände entschieden. „Und das hat sich heute bestens bewährt“, sagte Siebold.

Dann war da der Ablauf des Veranstaltungstages. Zwar gab es vormittags wie gewohnt einen gut besuchten Gottesdienst, doch die anschließende Königinnenfahrt fand anstatt mit dem Boot vor Hunderten an der Schlagd wartenden Menschen diesmal mit der Pferdekutsche und nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Den größten Unterschied aber bildete die Krönung selbst. Hatte der wie immer gut aufgelegte Moderator Rüdiger „Porgy“ Ulrich zu Beginn noch vom „Nachmittag der Tränen“ gesprochen und vorsichtshalber reichlich Taschentücher in Griffweite bereit, blieben die sonst üblichen großen Emotionen diesmal aus. „Unsere Amtszeit war etwas ganz Besonderes“, betonte die scheidende Königin Sophia Mausolf, ohne während ihrer Abschiedsrede zu irgendeinem Zeitpunkt die Fassung zu verlieren.

„Zum ersten Mal in der über 50-jährigen Geschichte der Kesperkirmes hatten wir das Glück, zwei Jahre im Amt zu sein“, sagte sie. Trotz Corona habe sie die Stadt bei „tollen Veranstaltungen“ vertreten dürfen – allen voran die Grüne Woche in Berlin. Sie dankte allen, die ihr in dieser Zeit geholfen und den Rücken gestärkt hätten. Sophias spezieller Dank ging an ihre Prinzessinnen Anna und Anastasia. „Wir waren ein tolles Team“, sagte sie.

Nach anfänglicher Enttäuschung freuten sich die drei neuen Prinzessinnen Martha (von links), Samira und Antonia mit der neuen Kirschenkönigin Stina I.

Den Höhepunkt der Zeremonie bildete der Moment, in dem „Porgy“ Ulrich den bis dahin geheim gehaltenen Namen der neuen Kirschenkönigin verlas. Während die Neu-Eichenbergerin Stina Brüchmann, die sich erst im Frühjahr um das Amt der Kirschenkönigin beworben hatte, ihr Glück kaum fassen konnte, war ihren beiden Mitstreiterinnen Samira Winter und Antonia Niemeier, die das alte Königshaus bereits ein Jahr als „Thronfolgerinnen“ begleitet und unterstützt hatten, die Enttäuschung zunächst ins Gesicht geschrieben.

Beide fingen sich aber schnell und freuten sich ebenso wie die dritte Prinzessin Martha Schönert, die sich wegen ihrer Schwangerschaft nicht zur Wahl gestellt hatte, mit der neuen Kirschenkönigin. „Wir sind ein Team und wir werden es rocken“, sagte Stina I. an ihre Prinzessinnen gerichtet und dankte den Witzenhäusern für das in sie gesetzte Vertrauen. „Wir freuen uns darauf, unsere tolle Stadt im kommenden Jahr vertreten zu dürfen.“ (Von Per Schröter)

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