Abstimmung in Stadtverordnetenversammlung

Weg für neue Tankstelle an der B80 ist frei

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Witzenhausen. Mit nur drei Gegenstimmen haben die Stadtverordneten den Bau einer neuen HEM-Tankstelle an der Bundesstraße B80 in Witzenhausen ermöglicht.

In ihrer Sitzung am Dienstag winkten sie die nötige Änderung des Bebauungsplans durch.

Wie bereits im Bauausschuss in der Woche zuvor gab es keine große Debatte mehr zum Thema, da nur die eingegangenen, zumeist wohlwollenden Stellungnahmen zur Kenntnis genommen werden mussten.

Lediglich Beate Oetzel (FWG) meldete sich zu Wort: Sie fürchtet, dass der Bau einer vierten Tankstelle in Witzenhausen die Konkurrenz verschärfen würde und mutmaßte, dass es zur Schließung einer der bestehenden Tankstellen (Esso, Aral, Schiwo) kommen könnte. Den Stadtverordneten warf Oetzel vor, mit zweierlei Maß zu messen: Die Verlegung des Wohnmobilparkplatzes sei an dem Verweis auf die Konkurrenz für den Campingplatz gescheitert, bei den Tankstellen solle das jedoch keine Rolle spielen.

225.000 Euro für Stadt 

Die Stadt nimmt mit dem Verkauf des Grundstückes am sogenannten „Motzplatz“ 225.000 Euro ein, der Kaufvertrag müsse nur noch vollzogen werden, heißt es von Seiten der Stadt. Die Kosten für Bau und Erschließung der Tankstelle trägt der Investor, die Deutsche Tamoil GmbH. Das Investitionsvolumen liegt nach HNA-Informationen bei mehr als 1,3 Millionen Euro. Tamoil zahlt auch das 46 500 Euro teure Verkehrskonzept, das Hessen Mobil angefordert hatte. So sollte sichergestellt werden, dass die beiden Zufahrten zur B 80 funktionsfähig seien. Derzeit laufe zwischen beiden noch die Feinabstimmung, erklärt Bauamtsleiter Bernd Westermann auf Anfrage. Dabei gehe es auch um die Länge der Ausfahrt von der Tankstelle. Sobald die schriftliche Zustimmung und eine Ablösevereinbarung von Hessen Mobil vorliegen, wird der neue Bebauungsplan in Kraft gesetzt.

Er legt auch strenge Regeln für die Gestaltung fest. So dürfen an der Tankstelle keine Werbung mit wechselndem Licht oder durchlaufenden Werbetexten angebracht werden. Zum Schutz der Anwohner darf nach Norden keine beleuchtete Werbung angebracht werden, auch die Nachbargrundstücke dürfen nicht geblendet werden. Zum Schutz der Bäume an der Straße „Unter den Brückenbergen“ und möglicher Reste einer eisenzeitlichen Siedlung auf dem Areal macht der Plan ebenfalls Vorgaben.

Im besten Fall kann im Sommer mit dem Bau der orange-grünen Tankstelle begonnen werden, dann könnte sie möglicherweise schon vor Jahresende öffnen. Die nördlich gelegene unbebaute Fläche ist weiter im Besitz der Stadt, die nach dem Bau der Tankstelle weitere Impulse für das Gebiet erwartet.

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