Kontrollen schützen auch die Fahrer

Insgesamt 16 Verstöße: Polizei überprüfte Lastwagen an der B27

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Polizeioberkommissar Uli Brill überprüft gründlich den Zustand der Reifen und Bremsscheiben.

Witzenhausen. 31 Sattelzüge und ein Wohnmobil kontrollierte die Polizei am Donnerstag auf dem B-27-Parkplatz am Ludwigstein. Insgesamt stellten die Beamten 16 Verstöße fest.

Fahrer haben gegen Ladungssicherheit und die Lenk- und Ruhezeiten. Dazu gab es sieben Mängelanzeigen und eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Kfz-Steuergesetz verstoßen.

„Bitte folgen“ – In roten Buchstaben erschien diese Aufforderung am Donnerstag gleich mehrfach auf der Heckscheibe von Polizeifahrzeugen und machte den dahinter fahrenden Lkw-Lenkern klar, dass eine Kontrolle ansteht. Auf der Bundesstraße 27, nahe dem Parkplatz „Ludwigstein“, waren 14 Beamte im Einsatz, die den gewerblichen Schwerlastverkehr kontrollierten. Hauptsächlich ging es dabei darum, Lenk- und Ruhezeiten zu prüfen. Aber auch die Ladung, Reifen und Bremsscheiben wurden kontrolliert – und, ob Geschwindigkeitsbeschränkungen eingehalten wurden.

Einer der überprüften Fahrer war Christian Arndt aus dem Emsland. Er liefert mit seiner Zugmaschine hauptsächlich Überseecontainer vom Hamburger Hafen in ganz Deutschland aus. Seit 13 Jahren sitzt er am Steuer eines Lastwagens, kontrolliert worden ist er in dieser Zeit nicht oft, am Donnerstag war es erst das dritte Mal. Er sah die Fahrtunterbrechung locker: „Die Polizei macht auch nur ihren Job“, sagte der Fahrer, der bereitwillig seine Papiere an Polizeihauptkommissar Frank Grubbe übergab.

Kontrolle am Laptop: Mit einer speziellen Software liest Holger Buchenau die digitalen Fahrtenschreiber aus.

Rund 45 Minuten dauerte die Kontrolle. Wachpolizist Holger Buchenau kontrollierte mit einer speziellen Software den digitalen Fahrtenschreiber an seinem Laptop, während seine Kollegen den technischen Zustand des Fahrzeugs sowie die Ladungssicherheit und Papiere überprüften. Christian Arndt hatte nichts zu befürchten, sein Kontrollgerät verriet den Polizeibeamten, dass er nach Abzug der Toleranz die erlaubte Höchstgeschwindigkeit eingehalten hatte. Auch seine Lenk- und Ruhezeiten sowie der Zustand seines Lkw waren in Ordnung. Ein fehlender Versicherungsnachweis wurde vom Chef innerhalb weniger Minuten per E-Mail aufs Handy geliefert. Also auch hier Entwarnung. Alles in allem ein vorbildlicher Fahrer, der seinen Job sowie seine eigene und die Sicherheit anderer ernst nimmt, aber auch weiß: „Es gibt immer wieder schwarze Schafe, darum sind solche Kontrollen schon wichtig“, sagte Arndt.

Nicht alle angehaltenen Fahrer reagierten so entspannt wie er. „Die meisten finden die Kontrollen in Ordnung und wissen, dass sie wichtig sind und letztendlich auch dazu da, um die Fahrer zu schützen“, sagt Frank Grubbe. Es komme aber auch vor, dass Fahrer sich schikaniert fühlten und die Beamten sich dann dumme Sprüche anhören müssten.

Am Donnerstag aber ging alles glatt. Es gab keine schwerwiegenden Verstöße und die meisten Fahrer zeigten Verständnis. Bei einem Fahrzeug musste die Ladung neu gesichert werden, bevor der Fahrer seine Tour fortsetzen durfte. Einmal im Jahr etwa kontrolliert der Kontrolltrupp Nordhessen den Schwerlastverkehr unterhalb des Ludwigsteins und bekommt dabei Unterstützung vom Dezernat Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik.

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