Witzenhausen: So geht Gründung

Sechs neue Unternehmen dank Intensiv-Seminar der Uni Kassel-Witzenhausen

Freuen sich über neue Unternehmen: Landrat Stefan Reuß (von links), Fachgebietsleiter Prof. Detlev Möller, Stephanie Omwenyeke (Tofufaktur), Janos Wack (Triebwerk), Jörg Froharth (Science Park Kassel), Dekanin Prof. Maria Finckh, Bürgermeister Daniel Herz, Sparkassenvorstand Marc Semmel und Dr. Sonja Biewer (Unikat).
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Freuen sich über neue Unternehmen: Landrat Stefan Reuß (von links), Fachgebietsleiter Prof. Detlev Möller, Stephanie Omwenyeke (Tofufaktur), Janos Wack (Triebwerk), Jörg Froharth (Science Park Kassel), Dekanin Prof. Maria Finckh, Bürgermeister Daniel Herz, Sparkassenvorstand Marc Semmel und Dr. Sonja Biewer (Unikat).

Die Gründer der Start-ups „Triebwerk“ und „Tofufaktur“ in Witzenhausen haben ihr eigenes Unternehmen gegründet. Auch dank des von der Uni Kassel angebotenen „Bootcamps“.

Witzenhausen – Das Modewort im Bereich der Unternehmensgründung steht für ein Intensiv-Seminar, das seit zwei Jahren als Wahlfach an der Universität angeboten wird.

„Das Bootcamp für Unternehmer der ökologischen Landwirtschaft findet einmal im Semester mit jeweils 30 Stunden statt“, berichtet Dr. Sonja Biewer von der Unikat-Agentur, die für die Gründungsförderung der Uni zuständig ist. Dabei haben die Studierenden die Möglichkeit, sich intensiv mit ihrer eigenen Gründungsidee auseinanderzusetzen und diese weiterzuentwickeln.

Es wird unter anderem Basiswissen zu Gründungsformalitäten, Rechtsformen, Steuern, Finanzierung und Vermarktung vermittelt.

Gefördert wurde das Intensiv-Seminar die vergangenen zwei Jahre von der Sparkassen-Stiftung mit 25 000 Euro. Sechs Unternehmensgründungen sind laut Biewer aus dem Bootcamp bereits hervorgegangen. Und die Ökologische Agrarwissenschaft sei der gründungsstärkste Fachbereich an der Uni, ergänzt Jörg Froharth, der Geschäftsführer des Science-Parks Kassel.

Stephanie Omwenyeke von der Tofufaktur nahm mit ihren Mitbegründern ein Jahr am Seminar teil. „Das Bootcamp war ein Glücksgriff“, betont Omwenyeke. „Es war sehr hilfreich, um ein Netzwerk aufzubauen, da man in den Austausch mit anderen Studierenden und Experten gekommen ist.

Außerdem können wir auch nach dem Bootcamp noch auf die Unterstützung von Sonja Biewer zählen“. Das Start-up produziert seit 2020 Tofu aus Bio-Sojabohnen und legt besonderen Wert darauf, regionale und hochwertige Produkte herzustellen.

Auch Janos Wack nutzte mit seinen Mitgründern das Bootcamp, um seine Geschäftsidee weiterzuentwickeln, und steht nach einem halben Jahr Bootcamp und dem darauffolgenden Hessen-Ideen-Stipendium nun auf eigenen Beinen.

„Besonders wichtig ist das Netzwerken“, erklärt Wack. „Man muss die relevanten Akteure identifizieren und mit ihnen Kontakt aufnehmen.“ Mit seinem Start-up-Unternehmen Triebwerk bietet Wack unter anderem Unterstützung für Betriebe beim Planen und Umsetzen von Agroforstsystemen und betreibt Bildungs- sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Obwohl die Förderung der Sparkassen-Stiftung nun ausläuft, wird das Bootcamp auch in diesem Semester weiterlaufen. Unterstützung kommt vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre). (Von Sarah Hildmann)

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