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Witzenhausen wieder festlich geschmückt

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Mehr als 3000 Sonnenblumen, 300 Kränze und um die 500 Fahnen hängen die ehrenamtlichen Helfer wie Hans Walger in Witzenhausen auf.
Mehr als 3000 Sonnenblumen, 300 Kränze und um die 500 Fahnen hängen die ehrenamtlichen Helfer wie Hans Walger in Witzenhausen auf. © hendric woltmann

Witzenhausen ist fertig geschmückt für das Erntefest.

Witzenhausen – Hans Walger entdeckt in der Pause bei einem Glas Cola, dass am Marktplatz eine Witzenhäuser Flagge nicht richtig befestigt ist: „Da müssen wir mit dem Steiger hin und sie noch mal richtig befestigen.“ Das Seil hänge lose herum. Rund 300 Meter ist die Fahne vom Pausenort entfernt und außer ihm weiß keiner, welche der vielen blau-weißen Fahnen er genau meint. „Er sieht sofort, wenn was nicht akkurat angebracht ist oder was fehlt“, sagt „Mr. Erntefest“ Hans-Joachim Schröter, wie er in Witzenhausen genannt wird, der das Schmücken verantwortet.

Zusammen mit den Bauhofhelfern und den Komiteederichen des Erntefestes dekorierten sie seit fünf Uhr morgens die Innenstadt. Gestern wurden zunächst die Hauptstraßen mit Girlanden, Kränzen, Wimpeln und Fahnen behängt. Heute sind die Nebenstraßen dran, damit pünktlich zum Startschuss des 165. Erntedank- und Heimatfestes die Stadt herausgeputzt ist.

Neben den Rummel ist für Hans Walger das Schmücken der Stadt das schönste am Fest. Seitdem er klein sei, fasziniere sie ihn im Festkleid. Vor drei Jahren assistierte der Zwölfjährige schon. Seine Tante ging mit ihm zu den ehrenamtlichen Helfern und fragte, ob Hans mithelfen dürfe. Nachdem ersten Schmücken beschloss Hans Walger gegenüber seiner Mutter: Nächstes Mal hílft er komplett. Dieses Jahr dekoriert er nicht nur von Anfang an mit, sondern er kann die ehrenamtlichen Helfer auch den ganzen Tag unterstützen. Vor drei Jahren waren keine Ferien, und so ging es direkt vom Schmücken, das um fünf Uhr morgens begann, erst mal in die Schule und danach packte er direkt wieder mit an.

Sein Großvater war im Erntefestauschuss, woher laut Hans-Joachim Schröter die Begeisterung des Zwölfjährigen fürs Erntefest vermutlich kommt: „Da hat er es mit in die Wiege gelegt bekommen.“

Nur an der Werrabrücke wird es dieses Jahr die traditionelle Tannengirlande in Witzenhausen geben. Der restliche Teil wird das erste Mal mit Strohgirlanden behangen. Laut Gerhard Kulle bekamen sie nicht mehr Kiefernäste. Für das Erntefest werde schon lange kein Baum mehr abgeholzt. Die Bäume kamen aus dem privaten Bereich. 1830 Meter Stroh- und Tannengirlanden hat Gerhard Kulle dieses Jahr wieder gewickelt. 150 Meter davon beim traditionellen Girlandenwickeln am Montagabend mit dem Erntefestausschuss, dem Königshaus und den Ehemaligen Ehrendamen und Fahnenträgern. Gemütlich beisammen in der Gärtnerei Kulle stimmten sie sich so aufs Fest ein.

Hans Walger kann leider nicht komplett mitfeiern. Morgen geht es für ihn auf Freizeit nach Sylt. Auch nach lautem Protest bleibt es dabei, dass er fährt. Beim für ihn wichtigsten Teil des Festes war er aber mit dabei. (zwo)

Girlande wickeln in der Gärtnerei Kulle: Ute Waldheim und Gerhard Kulle bei der Arbeit.
Girlande wickeln in der Gärtnerei Kulle: Ute Waldheim und Gerhard Kulle bei der Arbeit. © Woltmann, Hendric

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