Stadt: Zeitplan für Renovierung lässt keinen Spielraum für Öffnung

Witzenhausens Freibad bleibt zu

Monika Waldeck (links) und Sarah Mecha wünschen sich eine Öffnung des Bades.
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Monika Waldeck (links) und Sarah Mecha wünschen sich eine Öffnung des Bades.

Laut Bürgermeister und Stadtwerke-Chef ist eine diesjährige Öffnung des Freibades in Witzenhausen trotz vielfachem Wunsch nicht möglich.

Witzenhausen – Die Kritiker einer Schließung des Witzenhäuser Schwimmbads lassen nicht locker. Gemeinsam mit zwei Mitstreiterinnen sprachen Dr. Ellen Koch-Büttner, Monika Waldeck und Sarah Mecha mit Bürgermeister Daniel Herz noch einmal über eine mögliche Öffnung.

„Es war eigentlich nicht stark inhaltlich“, sagt Waldeck. Viel eher, so Mecha, sei es darum gegangen, dass Herz sich als Bürgermeister für die Belange von älteren Mitbürgern und Kindern einsetzen solle. Dabei brachten sie auch ihre berufliche Erfahrung ins Spiel. Koch-Büttner hat als Ärztin, Waldeck als Pfarrerin und Mecha als Sozialpädagogin immer wieder mit von der Corona-Pandemie Betroffenen zu tun.

Im Förderprogramm Swim, durch das die Renovierung des Bades mitfinanziert wird, steht, dass der Verwendungsnachweis für das Geld nach einem Jahr nach Bewilligung eingereicht werden muss. Zudem habe das Regierungspräsidium (RP) Herz mitgeteilt, dass dies auch ein Jahr nach Zusage geschehen müsse und nur bei besonderen Umständen verlängert werden könne. Daher habe sie Herz gebeten, so Waldeck, noch mal beim RP nachzufragen, ob nicht erst im Herbst mit der Renovierung begonnen werden könne. Die Pandemie liefere aus Sicht der Aktiven wichtige Gründe, um dieses Freizeitangebot zu haben. Zudem boten alle drei an, Schreiben als Arbeitende mit Betroffenen aufzusetzen. Herz habe auch noch mal eine Sitzung des Aufsichtsrates einberufen wollen.

Die hat am Donnerstag vergangener Woche stattgefunden, sagt Herz. Christoph Küthe von den Stadtwerken habe beim RP nachgefragt und die Information bekommen, dass als triftiger Grund für eine Verschiebung wegen Corona nur möglich sei, wenn die Baufirmen durch die Pandemie betroffen seien.

Zudem habe sich Küthe den Bauzeitplan angesehen. Nach Prüfung aller Eventualitäten gebe es keine Lücke für eine Öffnung in diesem Jahr.

Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Meil sagt dazu: „Wir waren alle noch mal überrascht als wir gesehen haben, welche Details zueinanderstehen.“ Zum Beispiel gebe es eine komplett neue Filteranlage, hier könnten nicht nur einzelne Teile renoviert werden, da es eine vollkommen andere Technik sei.

Für die Rohrleitungsarbeiten im Juli und August, so Küthe, müssten Dreiviertel des Wegs um das Schwimmer- und die Hälfte des Wegs um das Nichtschwimmerbecken dafür aufgebaggert werden. Insgesamt sieht der Zeitplan laut Meil vor, dass jetzt die Ausschreibungen stattfinden. Dann komme im Mai die Auftragsvergabe. Auf die Rohrleitungen folgt von August bis November der Anlagebau im Inneren, hier werden die Pumpen komplett ausgetauscht. Wichtig sei ihm zu betonen, „dass alle Maßnahmen ein Bekenntnis der Politik zum Bad sind“.

Von Nicole Demmer

Die in grün eingezeichneten Wege rund um Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken werden im Juli und August aufgebaggert.

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