Tarah I.

Witzenhausens Kirschenkönigin liebt ihre Stadt

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Witzenhausen. Wenn Tarah Fahrenbach von der Kesperkirmes spricht, dann glänzen heute noch ihre Augen. „Es war ein spannendes Wochenende“, sagt die 19-Jährige.

Vor allem, als am Sonntag feststand, dass sie die 51. Kirschenkönigin ist. Eine Entscheidung, die sie erst gar nicht glauben konnte. Immer wieder habe sie Katharina Rode von der Tourist-Information hinter der Bühne gefragt, ob das auch wirklich wahr sei, erinnert sich Tarah. Jetzt sei sie einfach „dankbar und glücklich, die Krone zu tragen“.

Und nachdem nun die ersten Wochen im Amt vorüber sind, noch mehr. „Es ist so, wie ich es mir vorgestellt habe. Es wird sogar übertroffen“, betont sie. Das Schönste sei, dass sie durch ihre bloße Anwesenheit Menschen glücklich machen kann. Wie zum Beispiel ein Mädchen beim Kasseler Zissel-Umzug, das vor lauter Freude geweint hat, mal eine echte Majestät zu sehen, erklärt Tarah.

Seit zwei Jahren schon wollte sie Königin werden. Nicht zuletzt, weil es mit Nadine Schindewolf bereits eine ehemalige Königin in ihrer Familie gibt. „Sie war immer mein Vorbild“, erklärt Tarah. Aber erst mal standen das Abitur und der Beginn einer Ausbildung an. „Ich wollte erst schauen, ob ich es vereinbaren kann.“

Nach den ersten Wochen im Amt steht nun fest: Es klappt. „Ich habe Gleitzeit und bin sogar flexibler als während der Schulzeit“, sagt die angehende Industriekauffrau. Aber Tarah ist nicht nur als Majestät unterwegs. In ihrer Freizeit trifft sie sich gerne mit Freunden auf einen Kaffee, singt, tanzt und reist ab und an ins spanische Alicante. „Und ich bin ein absoluter Familienmensch. Ich sehe meine Familie jedes Wochenende“, sagt sie.

Zwar ist Tarah im vergangenen Jahr mit ihrem Freund nach Dohrenbach gezogen, aber sie lebte mit ihrer Familie auch schon in Roßbach, Gertenbach, Kleinalmerode und Ermschwerd. Am liebsten ist ihr jedoch der Marktplatz, „hier treffe ich Freunde und kaufe ein“, sagt sie. Und weiter: „Ich liebe Witzenhausen, ich würde hier nie weggehen.“ Auch für die Karriere nicht, obwohl die Ausbildung nur das Fundament sein soll. Danach möchte Tarah entweder Ausbilderin für kaufmännische Berufe oder Lehrerin für Rechnungswesen werden.

Erst mal steht aber das Königinnenjahr an, für das sie von den Eltern, der 17-jährigen Schwester und den Großeltern, unterstützt wird. „Mein Papa hat spontan eine Königinnen-Party geschmissen“, erinnert Tarah sich an den Tag der Krönung und lacht. Ihre Oma, die sich selbst bei der dritten Wahl beworben hatte, und ihr Opa begleiten sie zu Auftritten. Auch mit den Prinzessinnen versteht sie sich gut, sagt Tarah, die ihre Amtszeit auch nutzen möchte, um soziale Projekte zu unterstützen. 

Info: Facebook unter „Witzenhäuser Kirschenkönigshaus“.

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