Kleine, runde Datenquelle

Witzenhausens Luft wird auf Schadstoffe getestet

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Hier wird seit Donnerstag gemessen: Christian Koslowski vom Hessischen Landesamt zeigt mit FWG-Stadtverordneter Beate Oetzel auf den Passivsammler.

Witzenhausen. Sie sind klein, rund und sollen Aufschluss darüber geben, wie viele Schadstoffe in Witzenhausens Luft sind.

Am Donnerstag wurden zwei so genannte Passivsammler in Witzenhausen installiert – einer in der Nähe des Kinderhauses St. Jakob und der andere etwas weiter bergab an der Fußgängerampel am Diebesturm.

Ein Jahr lang bleiben die Messstationen hängen. Röhrchen im Inneren binden die Stickstoffdioxid-Moleküle in der Luft, daraus kann ein Jahresmittelwert berechnet werden. Die Sammler werden im monatlichen Turnus gewechselt und von einer Schweizer Fachfirma ausgewertet. 

Laut der Mitarbeiter des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), die im Auftrag der Stadt die Sammler anbringen, liegt der Grenzwert bei 40 Mykrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft – das sind 0,04 Milligramm. Ein Milligramm ist ein Tausendstel Gramm.

Von den Messungen erhoffe man sich Erkenntnisse über die reale Situation, so Bauamtsleiter Bernd Westermann. Rund 1500 Euro wird es kosten, die Daten zu ermitteln.

Vorausgegangen war eine mehr als ein Jahr dauernde Diskussion der Stadtverordneten um das Ansinnen der FWG-Fraktion, die schon lange nach einer Luftmessung verlangte und zwischenzeitlich sogar eine zweckgebundene Spende an die Stadt für eine Messung in Aussicht stellte. Schlussendlich beauftragte das Parlament während seiner Sitzung im Dezember den Magistrat damit, eine Messung in Auftrag zu geben.

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