Gesponsertes Fahrzeug

Witzenhausens Seniorenrat tauscht Bus gegen Auto

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Freuen sich über das Fahrzeug (von links): Katja Eggert (Seniorenrat), Daniela Gajer-Grundmann (DS Smith), Norbert Zoth (Seniorenrat), Wolfgang Arend , Albert Turba , Werner Hartdegen (alle Fahrer), Peter Müller (Löwen-Apotheke), Bürgermeister Daniel Herz, Fachbereichsleiter Michael Zimmermann, Martin Weißbecker (Awo-Kreisverband), Kurt Rauchhaus (Fahrer), Mirko Meinig (VR-Bank) und Manfred Feldmeier (AGU Oberrieden). Es fehlen die Fahrer Rudi Schippers, Gerhard Kulle und Werner Meder.

Witzenhausen. Ohne ihn würde Witzenhausens älteren Bürgern der Weg zum Arzt deutlich schwerer fallen: der Pendel- und Begleitdienst des Seniorenrates bietet seit 2015 ehrenamtlich Fahrten, bisher mit einem Bus, nun steht den Fahrern ein Kombi zur Verfügung, der am Dienstag übergeben wurde.

Diesmal sei es auf Wunsch der Fahrer ein kleinerer Wagen geworden, berichtet Michael Zimmermann, Fachbereichsleiter Verwaltung. Mit dem Bus sei es mitunter zum Beispiel schwierig gewesen, einen Parkplatz zu finden. Außerdem, so Zimmermann, sei ein Auto auch vom Sponsoring günstiger als ein Bus.

Zur Finanzierung des Ford Caddy hatten sich rund 30 Unterstützer gefunden, die für 400 bis 2500 Euro Werbeflächen auf dem Auto gemietet haben. Einer von ihnen ist Peter Müller von der Löwen-Apotheke. „Es erleichtert die Entscheidung, wenn das Projekt positiv besetzt ist“, erklärt er, wie eben beim Pendel- und Begleitdienst.

Organisiert wurde das Sponsorenauto durch die Firma Mobil Sport- und Öffentlichkeitswerbung aus Neustadt/Weinstraße. Der neue Wagen ist laut Zimmermann komplett finanziert, lediglich Unterhaltungs- und Reparaturkosten muss die Stadt tragen.

„Der Erfolg zeigt, dass es richtig war, das Projekt umzusetzen“, sagt Norbert Zoth, Mitglied im Seniorenrat und Koordinator des Pendel- und Begleitsdienstes. Dieser Erfolg stehe auf drei Säulen: Der Stadt, die sich damals für den Bus eingesetzt habe, dem Fahrzeug, das dank Sponsoren angeschafft werden konnte und den ehrenamtlichen Fahrern, „die ihre Freizeit opfern“. Waren es 2015 noch 73 Fahrten, so standen 2016 181 Touren an und 2017 sogar 209. Bis Ende April 2018 werden bereits 70 zusammenkommen. Nun in einem „vernünftigen Auto, mit dem es Spaß macht zu fahren“, so Zoth – denn der Wagen verfügt sowohl über ein Radio als auch ein Navi. Und das Auto steht künftig – im Gegensatz zum Bus – dem Pendel- und Begleitdienst exklusiv zur Verfügung. Der werde von den Mitfahrern sehr geschätzt, betont Katja Eggert, Geschäftsführerin des Seniorenrats. „Sie freuen sich, dass sich jemand kümmert, in die Praxen begleitet und zuhört.“ Diese menschliche Zuwendung wüssten die Nutzer zu schätzen. 

Info:Der Pendel- und Begleitdienst sucht weitere Fahrer. Interessenten können sich an Norbert Zoth wenden unter Tel. 0 55 42/64 60 oder per E-Mail unter norbert.zoth@arcor.de

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