Verein "Mint organisiert Aktion

Workshop an der Johannisberg-Schule: Schüler bauen Roboter

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Kerem (11) und Georgius (12), beide aus der sechsten Klasse, sind mit ihren computergesteuerten Autos schon weit gekommen.

Witzenhausen. Hochkonzentriert arbeiteten am Samstag die zwölf Teilnehmer des Roboter-Workshops Arduino an ihren computergesteuerten Autos, die sie vom ersten bis zum letzten Schritt selbst bauen.

Der Workshop findet im Zuge der IT-Werkstatt des Vereins „Mint (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) im Werra-Meißner-Kreis“ statt. Gearbeitet wird in einem der Computerräume der Johannisberg-Schule. Dabei sind acht Jungen und vier Mädchen, elf davon Schüler der Johannisberg-Schule, ein Junge besucht die vierte Klasse der Kesperschule. Der Workshop findet an acht Samstagen hintereinander statt und bietet den technikinteressierten Jungen und Mädchen die Möglichkeit, spielerisch Programmiersprachen kennenzulernen, Schaltkreise zu erforschen und den Umgang mit dem passenden Werkzeug zu erlernen.

Unterstützt werden sie dabei von Mint-Botschafter Gerd Semmler und vier Studenten der Universität Kassel aus den Fachbereichen Elektrotechnik und Informatik. Nachdem die Kinder zuerst lernten, wie ein Stromkreis funktioniert und sich dann mit Begriffen aus der Programmiersprache beschäftigten, war es am vergangenen Samstag soweit: Die ersten Autos fuhren.

Zwar erst einmal nur im Kreis – trotzdem waren die Schüler stolz auf ihren Erfolg, der sich sehen lassen kann. In den kommenden Wochen geht es dann darum, die Autos weiter zu entwickeln, zu programmieren und zu steuern.

Tipps vom Profi: Johannes Schniering zeigt dem zwölfjährigen Oliver, wie sein Auto leistungsfähiger wird.

„Wir lassen den Schülern ganz viel Experimentierspielraum“, erklärt Student Johannes Schniering. Die Kinder werden dazu ermutigt, zu tüfteln und auszuprobieren, auch Fehler machen gehört zum Prozess dazu.

So gab es bei den Schülern Kerem und Georgius im Laufe des Aufbaus ihres Autos auch den ein oder anderen Kurzschluss. Mit etwas Hilfe kamen sie dann aber selbst darauf, welchen Fehler sie gemacht hatten, und waren darum besonders stolz, als ihr Fahrzeug endlich problemlos fuhr. Ihre Autos dürfen die Schüler am Ende mit nach Hause nehmen und weiter damit arbeiten und experimentieren.

Für das Pilotprojekt musste der Verein rund 1600 Euro für die Anschaffung von Material und Werkzeug aufbringen. Das Werkzeug kann im nächsten Kurs, voraussichtlich im zweiten Halbjahr, wieder verwendet werden. Um möglichst vielen Schülern diese besondere Technikerfahrung möglich zu machen, ist der Verein auf Spenden und Sponsoren angewiesen. Weitere Informationen zu seiner Arbeit gibt es hier.

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