Sanierung der B 451 ist geplant

Zwei neue Kreisel für Innenstadt von Witzenhausen

Die Kreuzung Walburger Straße/Hinter den Teichhöfen in Witzenhausen.
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Links abbiegen ist hier schwer: Um den Verkehrsfluss zu verbessern, soll aus der Kreuzung an der Aral-Tankstelle in Witzenhausen ein Kreisel werden.

Nach den Kreiseln am nördlichen Werra-ufer und an der Walburger Straße wird Witzenhausen zwei weitere Kreisverkehre bekommen – am Unfallschwerpunkt Oberburgstraße und im Kreuzungsbereich „Hinter den Teichhöfen/Walburger Straße“.

Wie Bürgermeister Daniel Herz auf Anfrage bestätigt, hat die Stadt nach knapp zwei Jahren Verhandlung mit der Landesstraßenbaubehörde Hessen Mobil eine Vereinbarung geschlossen. Danach wird Hessen Mobil bei der Sanierung der B 451 von der Schützenstraße bis zur Aral-Tankstelle auch zwei Kreisel bauen, deren Planung übernimmt die Stadt. Die Gesamtkosten von derzeit schätzungsweise 1,44 Millionen Euro teilen sich beide. Den Löwenanteil trägt aber Hessen Mobil als Baulastträger. Die Stadt ist bei solchen Sanierungen von Bundesstraßen üblicherweise nur  für Nebenanlagen wie Bürgersteige zuständig.

Die Stadt wolle für mehr Sicherheit durch langsameres Fahren sorgen, betont Herz, Hessen Mobil für einen besseren Verkehrsfluss durch den Verzicht auf Ampeln. „Das ist eine Win-Win-Situation für beide“, sagt Bauamtsleiter Bernd Westermann. Die Verkehrslage werden verbessert – egal, wann eine neue Werrabrücke kommt: „Die beiden Kreuzungen funktionieren schon jetzt nicht richtig, nach dem Brückenneubau würde es noch schlimmer werden.“ Dann werden 800 Lastwagen und 11 000 Autos pro Tag auf der Strecke erwartet. Nähere Informationen zum Stand der Brückenplanung durch Hessen Mobil habe man nicht, so Herz.

Am Rand der Innenstadt sollen an der B451 zwei weitere Kreisel gebaut werden. Der Kreisel an der Walburger Straße ist bereits fertig.

Bevor es für die Autofahrer aber richtig rund geht, dauert es noch: Die Stadt hat jetzt das Ingenieurbüro Oppermann (Kassel) mit der Planung der Kreisel beauftragt, erste Ergebnisse werden für September erwartet. Danach folgt ein Bebauungsplanverfahren. „Wenn wir im Herbst 2021 Baurecht hätten, wäre alles gut gelaufen“, sagt Westermann. Den Baubeginn bestimme Hessen Mobil, abhängig von der Finanzierung.

Realistisch ist daher, dass die Bagger erst 2022 rollen. Dann sollen auch Engpässe an der B 451 beseitigt werden, wo jetzt oft allein das Können der Lastwagenfahrer verhindere, dass es zu Unfällen mit dem Schwerverkehr komme, so Westermann. Dazu soll etwa der Fußweg von der Straße weg in den Stadtpark verlegt werden.

Die neuen Kreisel sollen größer werden als der an der Walburger Straße, damit der Schwerverkehr auf der B 451 sie problemlos passieren kann. An beiden Stellen sei aber ausreichend Platz, ist sich Westermann sicher. Einzelne wegfallende Parkplätze an der Oberburgstraße könnten womöglich verlegt werden. Auch eine ansprechende Gestaltung des Bereichs am Diebesturm soll berücksichtigt werden, so Westermann: „Wir machen mehr als nur eine Straßenplanung.“ 

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