Sie setzen auf Englisch

Neue Angebote für Fach Wirtschaft an Beruflichen Schulen

Sie bieten zweisprachigen Wirtschaftsunterricht an: Heike Westphal, Jörg Schmelting, Elisabeth Franz und Johannes Möller von den Beruflichen Schulen in Witzenhausen.
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Sie bieten zweisprachigen Wirtschaftsunterricht an: Heike Westphal, Jörg Schmelting, Elisabeth Franz und Johannes Möller von den Beruflichen Schulen in Witzenhausen.

Die Beruflichen Schulen Witzenhausen erweitern ihr Angebot gleich zweifach:  digital und bilingual 

 Schülern, die ab dem kommenden Schuljahr die Beruflichen Schulen in Witzenhausen besuchen und dort am Beruflichen Gymnasium das Leistungsfach Wirtschaft belegen, stehen zwei komplett neue Angebote zur Verfügung. Im bilingualen Unterricht werden die wirtschaftlichen Fachinhalte auf Englisch vermittelt, und in der „Notebook-Klasse“ soll die Arbeit mit digitalen Medien intensiviert werden.

„Wir stellen unseren Bereich neu auf, weil wir ein attraktives Angebot machen und einen zeitgemäßen Unterricht anbieten wollen“, betont Jörg Schmelting, Leiter des Beruflichen Gymnasiums. „Weil Wirtschaft ein globales Thema und die allgemeine Wirtschaftssprache bei internationalen oder in multinationalen Konzernen Englisch ist, bieten wir künftig bilingualen Unterricht an“, sagt Heike Westphal, die das Konzept erarbeitet hat und künftig für die entsprechende Klasse verantwortlich sein wird.

Fremdsprachen im Alltag anwenden

Vordringliches Ziel des bilingualen Unterrichts sei es dabei nicht, dass die Schüler besser Englisch lernten. „Sie sollen vielmehr die Scheu davor ablegen, die Fremdsprache im Alltag anzuwenden und quasi vergessen, dass sie überhaupt Englisch sprechen“, sagt Westphal. „Wer mehr Englisch spricht, hört, liest und schreibt, bei dem wird die Sprache automatisch immer flüssiger.“ Inhaltlich gebe es kaum Unterschiede zu den deutschen Wirtschaftskursen. „Allerdings werden einige Themen schon durch den Austausch auf Englisch internationaler“, sagt Westphal. Ziel des bilingualen Unterrichts sei es, die Schüler bestmöglich auf ihre Zukunft an der Universität und im Berufsleben vorzubereiten.

Dasselbe Ziel, nur mit anderem Ansatz, verfolgt das Berufliche Gymnasium auch mit der Einführung der „Notebook-Klasse“. Dabei sollen die Schüler ihr eigenes Notebook in den Unterricht mitbringen, um selbstständig, selbstverantwortlich und auch selbstorganisiert daran zu lernen.

Verknüpfung von Theorie und Praxis

„Diese Art des Lernens ist an den Universitäten längst üblich und das wollen wir unseren Schülern hier schon einmal beibringen“, sagt Projektleiter Johannes Möller. Die systematische Einbindung des Notebooks im Fachunterricht stelle eine Verknüpfung von Theorie und Praxis dar. „Der Wirtschaftsunterricht wird praxisorientierter, Prozesse werden leichter verständlich und es wird mehr Transparenz geschaffen“, so Möller. Schüler würden nicht nur besser auf ein eventuelles Studium, sondern auch auf ihre spätere Zeit im Unternehmen und die dortige Arbeit mit unterschiedlichsten Programmen vorbereitet. In der Notebook-Klasse werde nach dem „Coach-Prinzip“ unterrichtet: „Es wird persönliche Gespräche, Betreuung und Beratung im Unterricht geben, ansonsten sollen die Schüler aber selbstständig lernen“, sagt Möller. An den Unterrichtsinhalten werde sich nichts ändern. Und auch das klassische Buch soll parallel weiter genutzt werden.

„Wir sind schon jetzt sehr modern ausgestattet, so dass die beiden neuen Unterrichtsformen ideal für unsere Schule geeignet sind“, freut sich Elisabeth Franz, die Leiterin der Beruflichen Schulen Witzenhausen“, auf das nächste Schuljahr. Neben den beiden neuen Angeboten werde es aber selbstverständlich weiterhin auch eine „Standard-Wirtschaftsklasse“ geben, in der nach den herkömmlichen Methoden unterrichtet wird. „Bei einem Info-Abend hat sich gezeigt, dass es unter den künftigen Schülern Interesse an allen drei Angeboten gibt“, sagt Franz. Allein das schon sei ein gutes Zeichen dafür, dass man mit dem neuen Angebot auf dem richtigen Weg sei.

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