Geschäftsleute wollen Wichtelstuben übernehmen

Zwischenlösung für Ermschwerd zeichnet sich ab

Pächtersuche war ergebnislos: Bei einem Tag der offenen Tür warben die Ermschwerder im Oktober 2019 für den Fortbestand ihres Bürgerhauses. 
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Pächtersuche war ergebnislos: Bei einem Tag der offenen Tür warben die Ermschwerder im Oktober 2019 für den Fortbestand ihres Bürgerhauses. Archiv

Ermschwerd – Im Ringen um den Fortbestand des Dorfgemeinschaftshauses Wichtelstuben in Ermschwerd zeichnet sich eine Übergangslösung ab: Zwei örtliche Geschäftsleute wollen die Einrichtung für ein Jahr fortführen: Heiko Blessmann und Thorsten Deppe.

Die Stadt hatte die Schließung der Einrichtung für alle Nutzer bis auf Weiteres am vorigen Freitag verfügt. Seitdem ist die Tür dicht.

Ein Schritt, der vorige Woche im Stadtteilbeirat auf Proteste stieß. Denn das Bürgerhaus wird vom Sportverein (420 Mitglieder), dem Musikverein und elf Kegelclubs genutzt. Insbesondere der Spielbetrieb der TT-Abteilung des SV (Verbandsligist) wäre betroffen.

Laut SV-Vorsitzendem Dieter Klaus, zugleich Mitglied des Stadtteilbeirats, hat die Stadt mittlerweile signalisiert, dass man dem Übergangskonzept positiv gegenüber stehe. Die Entscheidung soll in der neuen Woche fallen. Klaus sieht in dem Projekt keine Dauerlösung, man müsse nun intensiv über einen Trägerverein bzw. eine Trägerschaft durch einen der örtlichen Vereine nachdenken. Die über einjährige Suche nach einem Nachfolger für das Pächterehepaar Gudrun und Michael Böhme brachte kein Ergebnis. Sie hatten das Haus fast 20 Jahre lang geführt.

Deppe, Eigentümer eines Kfz-Betriebes, und Blessmann, Chef des gleichnamigen Pflegedienstes, haben einen Treffpunkt mit erweitertem Angebot im Auge. Sollen künftig neben der Gastronomie auch Dart und Billard angeboten werden. Wichtig sei, das DGH als Dreh- und Angelpunkt des Stadtteils zu erhalten. Ein Speisenangebot soll es zumindest im Restaurant am Wochenende geben.

Stichwort Trägerverein: Klaus als Chef des Mehrsparten-Vereins will mit dem Sportkreis klären, ob ein Sportverein sich wirtschaftlich betätigen darf. Dazu müssten auch die Mitglieder gehört werden.

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