Kein Einzelfall 

Junger Mann randaliert mit Hackmesser in Witzenhäuser Aral-Tankstelle

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Auf dem Bild der Überwachungskamera ist der 23-Jährige mit dem Messer zu sehen.

Ein Ausraster mit einem Hackmesser hat eine Mitarbeiterin der Aral-Tankstelle an der Walburger Straße in Witzenhausen am Sonntagmorgen in Angst und Schrecken versetzt.

Laut Polizei betrat ein 23-Jähriger die Tankstelle, steckte sich einige Bierdosen in den Rucksack, verlangte an der Kasse aber lediglich das Pfandgeld seiner leeren Flaschen zurück. Als die 47-jährige Mitarbeiterin ihn aufforderte, die Dosen zuerst zu bezahlen, wühlte der Täter in seinem Rucksack, zog ein Hackmesser heraus und bedrohte die Frau.

Diese verriegelte anschließend die Tür und griff zum Telefon, um die Polizei zu alarmieren. Das brachte den 23-Jährigen zum Ausrasten. Er schlug mit dem Hackmesser mehrere Male auf die das Sicherheitsglas der Eingangstür ein, bis die Mitarbeiterin ihn schließlich aus Angst fliehen ließ. Der Schaden an der Tür beläuft sich auf rund 1500 Euro. 

Der Polizei gelang es schließlich nach kurzer Zeit, den Täter festzunehmen. Mittlerweile ist dieser jedoch wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. 

Fabian Presler, Stationsleiter der Aral-Tankstelle, ist schockiert über den Vorfall. Doch nach seinen Angaben ist dieser leider kein Einzelfall. „So etwas passiert mittlerweile im Schnitt alle paar Wochen“, sagt der 27-Jährige. Meistens handele es sich dabei um Menschen mit Migrationshintergrund. 

Stationsleiter Fabian Presler zeigt die Stelle, auf die der Täter mit dem Hackmesser eingeschlagen hatte. 

Vor vier Wochen habe ein Mann vor einer Mitarbeiterin sein Geschlechtsteil gezeigt. Zwei Wochen zuvor habe jemand Bier gestohlen. Vor einigen Monaten sei Mitarbeitern von Unbekannten ins Gesicht gespuckt worden. „Meine Leute haben Angst“, sagt Presler. „Ich weiß nicht mehr, wie ich hier Sicherheit gewährleisten soll.“ 

Seine Mitarbeiterin sei nun eine Woche krank geschrieben. „Der Schock sitzt ihr in den Knochen.“ Solche Krankmeldungen gehören fast zum Alltag, stellt der Stationsleiter frustriert fest. 

Laut Polizeisprecher Jörg Künstler ist dies eine subjektive Wahrnehmung. Die Anzahl an räuberischen Diebstählen an Tankstellen habe in den vergangenen Monaten im Werra-Meißner-Kreis nicht signifikant zugenommen. „Die Häufigkeit der Fälle, die der Polizei gemeldet werden, ist etwa gleich geblieben. Allerdings gibt es eine hohe Dunkelziffer“, sagt Künstler.

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