Neues Heft erschienen

Wolfgang Becker erzählt die Geschichte alter Reichensächser Unternehmen

Wolfgang Becker
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Wolfgang Becker

Inzwischen ist das sechste aus der Reihe „Reichensachsen – Ein Dorf und seine Leute - Erinnerungen“ erschienen und berichtet in zahlreichen Bildern vor allem von den Unternehmen.

Reichensachsen – Ein Foto des zu dieser Zeit beliebten Ausflugsziels Felsenkeller aus den 1950er-Jahren ziert den Umschlag des neuesten Heftes von Wolfgang Becker. Dass viele der Firmen und Geschäfte, die Wolfgang Becker zu Beginn des Heftes in einer Liste zusammengetragen hat, heute längst nicht mehr existieren und es auch einige der früher in Reichensachsen bekannten Berufe heute nicht mehr gibt, erklärt der 84-Jährige.

So erinnert das Heft unter anderem an die Küferei Georg Beck in der Meistergasse, in der Fässer hergestellt wurden, und die drei Stellmachereien des Dorfes sowie an die Sattlereien Wiegand, Walter Schmidt und Heinrich Simmer und die drei Mühlen mit deren früheren Betreibern. „Reichensachsen war seiner Zeit schon ein großes Dorf.“

Wolfgang Becker aus Reichensachsen

„Es gab Handwerksbetriebe, größere Betriebe, Firmen, landwirtschaftliche Betriebe und zahlreiche Geschäfte“, schreibt Becker im aktuellen Heft. Dass mit der Zigarrenfabrik Engelhard, die von Andreas Busse geleitet wurde und sich beim früheren Gasthaus Schellhase befand, ein vergleichsweise großer Betrieb in Reichensachsen ansässig war, zeigen zwei Fotos der Belegschaft, die einmal vor dem Gebäude der Fabrik und einmal bei einem Ausflug zu sehen ist. Auch einigen örtlichen Vereinen und deren Reisen widmet sich ein Abschnitt des Hefts.

Neben den Ausflügen nach Alberode an Himmelfahrt und einigen Fahrten der Handballabteilung des SVR zeigt eines der Bilder Mitglieder des Vereins historischer Landmaschinen Wehretal-Reichensachsen bei der Abholung der Buschhoff-Dreschmaschine Baujahr 1942, die der Verein Ende der 80er-Jahre in Laudenbach kaufte.

Während die Dreschmaschine nach dem Weg aus Laudenbach bis heute fester Bestandteil des Dreschfestes ist, erreichte eines der in diesem Heft abgedruckten Fotos Becker aus Pennsylvania: Ein Bild der Geschwister Werner am oberen Wehr der Wehre, die früher als Bademöglichkeit des Ortes galt, wurde ihm zur Veröffentlichung aus den USA zugeschickt. Wer sich fragt, wie Reichensachsen vor dem Entstehen seiner Neubaugebiete ausgesehen hat, findet Aufnahmen dazu auf der Rückseite des Hefts, das auch an die Kirmes in den späten 1940er- und frühen 1950er- Jahren erinnert. Letzterem Thema hatte Becker bereits ein Sonderheft gewidmet, das er ebenso wie die 2003 begonnene zwölf Hefte umfassende und bereits abgeschlossene Reihe „Richensääser Blaad“ und die Hefte der aktuellen Reihe „Reichensachsen - Ein Dorf und seine Leute – Erinnerungen“ allein zusammengestellt und gestaltet hat.

Dabei ist bereits sein 20. Heft in Arbeit, für das ihm gern historische Fotos zugesandt werden können, die die Gastwirtschaften und die Hausschlachtung in Reichensachsen zeigen. Das aktuelle Heft ist bei Presse Sieberhagen in Reichensachsen erhältlich. (Eden Sophie Rimbach)

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